Pressemeldung:
Über 8.000 Besucher

Trotz Tropentemperatur, Gewitterwarnung und Fußball-WM: Mehr als 8.000 Kunstfreunde haben am Wochenende die wieder eröffnete Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen am Düsseldorfer [...]

Trotz Tropentemperatur, Gewitterwarnung und Fußball-WM: Mehr als 8.000 Kunstfreunde haben am Wochenende die wieder eröffnete Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen am Düsseldorfer Grabbeplatz besucht. Das Haus mit seiner markanten schwarzen Granitfassade, das eine der bedeutendsten Kunstkollektionen des Kontinents beherbergt, war in den vergangenen zwei Jahren für rund 39,7 Millionen Euro gründlich saniert worden. Mit einem Neubau verdoppelt sich zudem die Ausstellungsfläche von K20 nun auf etwa 5000 Quadratmeter.

„Wir freuen uns riesig über diese Zahl von Besuchern, die trotz der Hitze und der spannenden Fußball-WM den Weg zu uns gefunden haben“, sagte Kunstsammlungs-Direktorin Marion Ackermann. „Mit besonders großem Interesse haben die Gäste die veränderte Präsentation der Gemälde und Skulpturen aufgenommen“. Auch das erste Echo der Kunstkritik in zahleichen Medien auf die unerwartete Konfrontation von Gemälden Picassos, Klees oder Beckmanns mit den beiden raumfüllenden Installationen aus 900 LKW-Reifen von Michael Sailstorfer und einem „gestrandeten“ Ballon des Belgiers Kris Martin im K20-Neubau sei durchweg positiv gewesen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sagte beim Festakt zur Eröffnung am Samstag: „Wir in Nordrhein-Westfalen sind stolz darauf, dass unsere Kunstsammlung nicht länger ein ‚heimliche Nationalgalerie’ ist, sondern endlich alle ihre Schätze allen Menschen offenbaren kann.“ „Moderne Malerei“, so Rüttgers, „ist ab heute ohne Düsseldorf einfach nicht mehr denkbar!“

Etliche Besucher haben an dem Eröffnungswochenende nicht nur das Wiedersehen mit den Werken von der Klassischen Moderne bis zur US-Pop-Art genossen, sondern sind bei glühenden Außentemperaturen auch vom angenehm kühlen Klima der Ausstellungssäle überrascht worden. „Auch in den kommenden zwei Wochen ist der Eintritt am Grabbeplatz und im Ständehaus für alle frei“, erinnerte die Museumsleiterin.

Auch die zahlreichen kostenlosen Bildungs- und Vermittlungsprogramme der Bildungsabteilung wurden gut angenommen. Den Auftakt bildete die Preview für Jugendliche am Freitag. Seit Samstag war auf dem neu gestalteten Paul Klee-Platz das „Basislager“ des Kinderfestes aufgeschlagen. Kunstexpeditionen für 5 bis 12-Jährige starteten stündlich in die Museumssammlung.

Im Düsseldorfer Ständehaus zeigt parallel die Kunstsammlung NRW die Ausstellung „Intensif-Station“, die ebenfalls am Samstag eröffnet wurde. Zu den 26 Räumen mit Installationen und Werkgruppen aus eigenem Besitz treten Arbeiten jüngerer Künstler in den Dialog. Hiermit soll „die Intensität der Kunsterfahrung selbst zum Thema werden“, erklärte Marion Ackermann. Zahlreiche Gäste haben für den Besuch beider Häuser den neu eingerichteten Shuttle-Busservice „Mercedes Benz - für die Kunst unterwegs“ genutzt.