Hiroshi Sugimoto, der japanische Meister der Fotografie, vereinigt in seinem künstlerischen Denken fernöstliche Traditionen mit Ansätzen der westlichen Moderne und Nach-Moderne.
In den letzten dreißig Jahren hat der Künstler ein stilistisch und konzeptuell kohärentes Werk geschaffen, dessen Schönheit und auratische Wirkung aus einer strengen formalen Strukturierung der Bilder und einer elaborierten Entwicklungstechnik resultieren. Seit Anfang der neunziger Jahre ist Sugimoto mit Ausstellungen in wichtigen Museen international präsent. In Deutschland waren bisher jedoch nur Ausschnitte seines Werkes zu sehen.
Geplant ist nun die erste umfassende Retrospektive mit ca. 55 Fotografien und einer Skulptur in einer vom Künstler selbst entwickelten Ausstellungsarchitektur. Die Präsentation umfasst Beispiele aus allen wichtigen Serien Sugimotos, den Wax Portraits, Dioramas, Theaters, Architectures, Seascapes, Pine Trees, Colors of Shadow, Conceptual Forms sowie voraussichtlich Beispiele aus einer neuen, bisher noch nicht gezeigten Serie. weiterlesen
Jeroen de Rijke – Willem de Rooij 8. Dezember 2007 – 13. April 2008
Jeroen de Rijke (1970 - 2006) und Willem de Rooij (geb. 1969) haben in den letzten zehn Jahren ein vielbeachtetes Werk geschaffen, in dessen Zentrum die Analyse des (filmischen) Bildes in seiner Schönheit und seinem kritischen Potential steht. Die ebenso intelligenten wie visuell äußerst präzisen Werke untersuchen nicht nur die Konventionen und Aussagen filmischer Ästhetik, sondern ebenso die latenten und offenen Spannungen in der globalisierten Welt. Die Ausstellung wird einen Überblick über das bisherige Schaffen der beiden Künstler geben, aber auch seine mögliche Fortführung nach den unerwarteten Tod von Jeroen de Rijke andeuten. weiterlesen
Joe Scanlan - Passing Through 12. Mai 2007 – 5. Oktober 2008
Mit dem Amerikaner Joe Scanlan (geb. 1961) hat ein weiterer Künstler für den großen, spektakulären Raum unter der Glaskuppel von K 21 ein Langzeitprojekt entworfen. Im Zentrum steht ein ‚wandernder’, modularer Pavillon in Leichtbauweise. Durch regelmäßigen Umbau seiner Grundstruktur ‚bewegt’ er sich langsam über die vier Flügel des Gebäudes. Im Innern werden im Sinne einer kleinen Retrospektive Arbeiten des Künstlers in ebenfalls wechselnder Konstellation präsentiert. Der von Scanlan zusammen mit zwei Architekten entworfene Pavillon ist gleichzeitig Skulptur und funktionales Gehäuse, er kann ebenso für Kunst wie in Zukunft auch für andere sinnvolle Zwecke genutzt werden.
Darüber hinaus wird sich der Raum im Zentrum der Glaskuppel in eine Art Tageslichtkino für das Spiel von Sonne und Schatten verwandeln. Mit diesem Projekt setzt Scanlan seine Untersuchungen in den Zwischenräumen von Kunst, Design, Architektur, von Ökonomie und Ökologie fort. weiterlesen
Ein Projekt in Kooperation mit dem M:AI, Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW.
Der Pavillon von Joe Scanlan in K21 und seine "Wanderung"weiterlesen
Theatralität in zeitgenössischen Film- und Videoarbeiten 18. August – 4. November 2007
Aktuell formuliert sich international in der zeitgenössischen bildenden Kunst ein starkes Interesse an theatralen Themen und Ausdrucksweisen. Mit Talking Pictures versammelt K21 in einer großen Ausstellung künstlerische Arbeiten aus den letzten zehn Jahren, in denen szenische Bilder, literarische Texte und schauspielerische Handlungsweisen zu theatralen Inszenierungen verdichtet werden.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Film- und Videoinstallationen in eigens gestalteten räumlichen Situationen, die offener konzipiert sind als die geläufige Form der black box. Hinzu kommen andere Materialien wie Skulpturen, Fotografien oder Arbeiten auf Papier. Neben den raumgreifenden, oft kulissenhaft arrangierten Installationen sind in der Ausstellung auch Beispiele aus dem aktuell an Bedeutung gewinnenden Bereich der Video Poetry zu sehen. Es werden Arbeiten von Victot Alimpiev, Keren Cytter, Danica Dakic, Yang Fudong, Mathilde ter Heijne, Markus Schinwald, Catherine Sullivan, Ana Torfs, Gillian Wearing und T.J. Wilcox präsentiert. weiterlesen
Gregor Schneider - WEISSE FOLTER 17. März – 15. Juli 2007
In den Werken von Gregor Schneider (* 1969 in Mönchengladbach-Rheydt) geht es um Räume - sichtbare und unsichtbare, verdoppelte und gedoppelte, bewegliche, magische, kurz erscheinende und verschwundene. Für sein wohl bislang bekanntestes Werk „Totes Haus u r“ wurde er auf der Biennale in Venedig 2001 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Die Einzelausstellung in Düsseldorf umfasst eigens für die Ausstellung konzipierte bzw. im deutschsprachigen Raum noch nie zu sehen gewesene Werke des Künstlers aus den letzten beiden Jahren. Geleitet von dem Bestreben, sich „mit dem Unbekannten“ (GS) zu beschäftigen und diese Auseinandersetzung zunehmend auf gesellschaftliche Räume zu erweitern, schafft der Künstler eine Abfolge von Korridoren und Zellen im Untergeschoss von K21, die an Intensiv- bzw. an Isolierstationen erinnern und doch bar jeder Illustration eine ganz eigene Welt entstehen lassen. weiterlesen
Abbildung: Gregor Schneider, 4538 km (Detail), 2006
Pastorale Liebesszenen, ungleiche Paare, Aktfiguren, die Maskerade der Mantel- und Degenstücke, Selbstporträts – solche Themen beherrschen die Kunst des späten Pablo Picasso in seinen Jahren in Mougins (1960 –1972).
Dem „wilden“, rastlosen Picasso, dessen Gemälde die zunehmende Geschwindigkeit und Offenheit des Malprozesses verraten, stand immer ein reflektierender Picasso gegenüber, der in seinen Zeichnungen und Grafiken mit zeichnerischer Genauigkeit und großer Freude am Detail erzählt. Diese offensichtliche Trennung zwischen einem Stil des Malers und einem des Zeichners versteht Werner Spies, Kurator dieser Ausstellung, als Zeichen einer panischen Angst vor der verrinnenden Zeit, als Aufstand gegen die Zeitlichkeit und gegen das Verschwinden. Denn in alle Arbeiten, sei es an der Staffelei oder auf dem Zeichenblatt, investiert der Künstler ein bestimmtes Quantum an Zeit. Sechzig Bilder, dreißig Zeichnungen, sechzig grafische Blätter und einige „Klappskulpturen“ werden diese Dialektik vor Augen führen.
Abbildung: Pablo Picasso in Mougins, 1970 / 71, Foto: Werner Spies