Eija-Liisa Ahtila
17. Mai – 17. August 2008
In ihrer Arbeit "Where Is Where?" greift die Künstlerin eine wahre Begebenheit aus dem Algerienkrieg auf: Zwei algerische Jungen ermorden ihren französischen Spielkameraden und geben als Begründung an, die Erwachsenen hätten ihnen als Vorbild gedient. Eija-Liisa Ahtila weitet dieses Thema zu einer grundsätzlichen Betrachtung von Ausgrenzung und Miteinander, Kindheit und Gewalt, Leben und Tod.
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The House, 2002
Courtesy Marian Goodman Gallery, New York und Paris
© Crystal Eye – Kristallisilmä Oy, Helsinki / VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Ältere Arbeiten wie "The House" (2002) oder "Consolation Service" (1999) sind bereits zu Klassikern der zeitgenössischen Videokunst aufgestiegen. In ihnen vermischen sich dokumentarische und surreale Darstellungsweisen, wenn es um die um die Wahrnehmungswelt einer Frau unter Psychose geht oder die ratlose Einsamkeit beim Scheitern von Familienbeziehungen.
The Hour of Prayer, 2005
Courtesy Marian Goodman Gallery, New York und Paris
© Crystal Eye – Kristallisilmä Oy, Helsinki, 2008 / VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Foto: Andrei Jewell
Ergänzend zu den Videoinstallationen unterstreichen Skulpturen und Fotoarbeiten den Blick der Künstlerin auf die menschliche Existenz.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit Jeu de Paume, Paris.
WHERE IS WHERE?, 2008
Courtesy of Marian Goodman Gallery, New York und Paris © Crystal Eye - Kristallisilmä Oy, Helsinki 2008 / VG Bild-Kunst, Bonn 2008 Foto: Marja-Leena Hukkanen
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen mit Beiträge von Elisabeth Bronfen, Régis Durand, Interview mit Eija-Liisa Ahtila von Doris Krystof; engl./dt., 192 Seiten, 202 farbige Abbildungen.
Preis im Museumsshop 35,00 €, Verlag Hatje Cantz.
WHERE IS WHERE?, 2008
Courtesy of Marian Goodman Gallery, New York und Paris © Crystal Eye - Kristallisilmä Oy, Helsinki 2008 / VG Bild-Kunst, Bonn 2008 Foto: Marja-Leena Hukkanen
"Klirrend dicht" (Catrin Lorch, Süddeutsche Zeitung) "Eine Entdeckung" (Ulrike Merten, Neue Rhein Zeitung) "Großes Kino im Museum" (Bernd Aulich, Ruhr-Nachrichten)
Eija-Liisa Ahtilas monumentale Videoarbeiten inszenieren existentielle Krisenituationen von Menschen.
"Eine überwältigende Bilderflut menschlicher Dramen" (Bernd Aulich, Ruhr-Nachrichten) "Die Bilder sind von klarer, bisweilen magischer Schönheit." (Ulrike Merten, Neue Rhein Zeitung) "Eindringlich und poetisch" (Julia Wirxel, Stadtrevue Kölnmagazin)
Typisch für Ahtilas Filme ist die eindrückliche Verschmelzung von Szenen aus der Realität und der Fantasie.
"Ihr Realismus rückt dem Betrachter auf den Leib." (Catrin Lorch, Süddeutsche Zeitung) "Leichtfüßig und bezaubernd fließen surreale Elemente in die Arbeiten...hinein." (Julia Wirxel, Stadtrevue Kölnmagazin) "Die Werke ... spielen hintersinnig mit den wesentlichen Elementen des Mediums [Film] und vermischen die Wahrheiten." (Julia Wirxel, Stadtrevue Kölnmagazin)
Besondere Beachtung fand Eija-Liisa Ahtilas größte und neueste Arbeit "Where Is Where?".
"Hier stoßen zwei Kulturen aufeinander, existieren zeitgleich, durchdringen einander...Identität, Religionen, die Frage nach Schuld werden in diesem Werk sensibel überdacht." (Julia Wirxel, Stadtrevue Kölnmagazin) "Diese historisch verkleidete Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt trifft mitten hinein in unsere Gegenwart." (Bertram Müller, Rheinische Post)
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen fand eigene Formen der Präsentation:
"Die Räume des K21 haben die Kuratorinnen Dr. Doris Krystof und Isabelle Malz eindrucksvoll inszeniert." (Julia Wirxel, Stadtrevue Kölnmagazin) "Wer Eija-Liisa Ahtila in Düsseldorf für sich entdecken will, [...] wird reich belohnt." (Bertram Müller, Rheinische Post)
Eija-Liisa Ahtila
Consolation Service, 1999
35 mm Film und DVD Installation für 2 Leinwände, 16:9, Projektionsformat 1:1.85, Stereo Surround, Finnisch mit englischen Untertiteln, 23’40’’
Courtesy Marian Goodman Gallery, New York und Paris
© Crystal Eye – Kristallisilmä Oy, Helsinki 2008
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Der Dokumentarfilm über die Künstlerin lief im Foyer von K21
Die Filmemacher Jörg Jung und Ralf Raimo Jung haben Eija-Liisa Ahtila drei Jahre lang begleitet und dabei ihre künstlerische Entwicklung dokumentiert. Im Fernsehen ausgestrahlt wurde das 60-minütige Porträt bereits am 14. Juni 2008 um 22.30 Uhr auf 3sat. Im Foyer von K21 präsentierten wir den Dokumentarfilm während der Öffnungszeiten der Ausstellung von Eija-Liisa Ahtila .
Bonjour Monsieur La Mort Die Filmkünstlerin Eija-Liisa Ahtila Ein Film von Jörg Jung und Ralf Raimo Jung Redaktion: Reinhard Wulf Produktion: Westdeutscher Rundfunk 2008 Präsentation in K21 mit freundlicher Genehmigung der 3sat-Redaktion des WDR
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