Ayşe Erkmen - Hausgenossen
8. November 2008 – 17. Januar 2010

Ayse Erkmen, Hausgenossen, 2008, Installation, Courtesy Galerie Barbara Weiss, Berlin, © Ayşe Erkmen, 2008, © Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf 2008
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Ayse Erkmen, Hausgenossen, 2008, Installationsansicht in K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, © Ayşe Erkmen, Karin Sander, 2008 © Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf 2008
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Ayşe Erkmen flicht eine Struktur aus Stoff in die Stahlstreben der Kuppel von K21 ein.
Die großen, farbigen Stoffbahnen vermessen dabei die wesentlichen Linien der Architektur im Kuppelraum von K21. Die Künstlerin arbeitet also ähnlich wie eine Architektin bei einer Bauaufnahme.
Somit macht sie die Außenhülle des Raumes zum Thema und siedelt ihre Arbeit in einem räumlichen Übergangsbereich an. Doch auch im künstlerischen Sinn begibt sich die Künstlerin in Zwischenzonen: Ayse Erkmen passt sich einerseits der Architektur an und schafft andererseits einen eigenständigen künsterischen Ausdruck.
Das textile Material verändert nicht nur das Licht und die Farben des Raumes, sondern lässt auch die auffällige Technik der Dachkonstruktion in den Hintergrund treten. So schafft die Künstlerin eine neue Atmosphäre für den Kuppelraum in K21.
Der übrige Raum unter der Glaskuppel bleibt leer. Lediglich eine kaum handbreite Skulptur von Karin Sander ist zu sehen, welche die Künstlerin Ayse Erkmen selbst darstellt. Ebenso zeigt Ayse Erkmen ein Knäuel eines Stoffbandes, in das ihr Name eingewebt ist.

Ayse Erkmen, Netz, 2006, Courtesy Galerie Barbara Weiss, Berlin, © Ayşe Erkmen, 2008, © Foto: Jens Ziehe
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Ayşe Erkmen entwickelt ihre Arbeiten grundsätzlich für bestimmte Orte.
Sie sammelt ihre künstlerischen Ideen aus den äußerlichen oder gesellschaftlichen Merkmalen des jeweiligen Raumes. Ihre Formen und Medien sind dabei sehr unterschiedlich. Sie reichen von Eingriffen in Architektur und Stadt über Objekte und Skulpturen bis hin zu Sprache und akustischen Mitteln.
Ayse Erkmens Arbeit zeichnet sich durch eine große Ökonomie der Mittel aus. Sie versucht weniger, den Räumen etwas hinzuzufügen. Vielmehr greift sie Vorhandenes auf und interpretiert es neu.

Ayse Erkmen, Crystal Rock, 2008, NRW.BANK, Düsseldorf, © Ayşe Erkmen, 2008, © Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf 2008
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Ayse Erkmen wurde 1949 in Istanbul geboren. Dort lebt und arbeitet sie ebenso wie in Berlin.
Sie hat in zahlreichen internationalen Museen und Galerien ausgestellt. Dabei beteiligte sie sich an den Biennalen in Berlin, Kwangju und Istanbul sowie an der Manifesta und an den Skulpturprojekten Münster.
Zeitgleich mit der Eröffnung des Kuppelprojektes für K21 wird Ayşe Erkmen eine weitere künstlerische Arbeit in unmittelbarer Nähe des Museums der Öffentlichkeit übergeben:
Die Künstlerin hat eine Skulptur speziell für das Dach des Gebäudes der NRW.BANK geschaffen.

Ayse Erkmen, Crystal Rock, 2008, NRW.BANK, Düsseldorf © Foto: Joachim Schmidt-Dominé, Düsseldorf 2008, © Ayse Erkmen
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Katalog
Der Katalog zu Hausgenossen und Crystal Rock ist 2009 in deutscher und englischer Sprache erschienen. Vorwort und Text stammen von Julian Heynen, dem künstlerischen Leiter von K21. Der Pappband im Format von 27 x 21 cm hat 55 Seiten mit 33 farbigen Abbildungen und kostet € 16.

Karin Sander, Ayşe Erkmen II 1:10, 1998/1999, © Karin Sander, VG Bild-Kunst, Bonn 2008, © Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf 2008
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