Wilhelm Sasnal

5. September 2009 bis 10. Januar 2010

 

 



Wilhelm Sasnal, Krakau, 2007, Öl auf Leinwand, 40 x 35 cm, Courtesy Wilhelm Sasnal, © Wilhelm Sasnal



Die Ausstellung vereinigt circa 80 Gemälde. Die Auswahl gruppiert sich um zentrale Themen, auf die der Künstler in seinem Schaffen immer wieder zurückkommt.

 

Dazu gehören Bilder von Familie und Freunden ebenso wie von historischen Personen. Desweiteren thematisiert Sasnal das Fortleben der Moderne in der gebauten Umwelt und das Fliegen als ihr Sinnbild. Daneben stellt der Künstler auch intime Befindlichkeiten dar. Nicht zuletzt beschäftigt er sich mit den Klischee beladenen Ansichten seines Wohnortes Krakau oder mit der Allgegenwart der Kirche in Polen.



Wilhelm Sasnal, Partisanen, 2005, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm, Courtesy Wilhelm Sasnal, © Wilhelm Sasnal



Sasnals Malerei hat sich im ersten postkommunistischen Jahrzehnt in Krakau entwickelt. 

 

Zu dieser Zeit gehörte er zu einer Gruppe Gleichgesinnter, die sich unter dem Namen Ładnie (Hübsch) gegen die akademische Tradition auflehnte.

 

Es ging diesen Malern um eine im weitesten Sinne realistische Kunst, die sich in bewusst einfacher Manier an populäre Bildsprachen und alltägliche Motive anlehnte.



Wilhelm Sasnal, Die Bevölkerungsentwicklung 1994 -, 2000, Öl auf Leinwand, 120 x 120 cm, Courtesy Wilhelm Sasnal, © Wilhelm Sasnal



Sasnal hat in der Folge eine große Spannbreite von malerischen Möglichkeiten

entwickelt.  

 

Sie reicht von den Methoden illustrativer Gebrauchskunst bis zur beinahe völligen Abstraktion. Sasnal ist ein Künstler ohne umfassendes malerisches Programm, das einen einmal beschriebenen Weg festlegen würde. Vielmehr ist jedes Bild ein Einzelereignis. Das gilt für die Wahl des Motivs, das meist als gefundenes oder selbst gemachtes Foto präsent ist, genauso wie für den malerischen Stil.  

 



Wilhelm Sasnal, ohne Titel, 2009, Öl auf Leinwand, 180 x 220 cm, Privatsammlung, London, © Wilhelm Sasnal



Auch wenn Sasnal mitunter mehrere Bilder zu einem Thema hintereinander malt, zielt er nicht auf Vereinheitlichung und Wiedererkennbarkeit ab. Stattdessen interessiert ihn die Erscheinung des jeweiligen konkreten Bildes. Intuition und Spontaneität spielen dabei eine wichtige Rolle. 

 

Sasnal gehört zu einer Generation, die schnell zwischen heterogenen Einzelbildern vermitteln kann. Diese spezielle Blickintelligenz übersetzt Sasnal in das Medium der Malerei.



Wilhelm Sasnal, Shoah (Wald), 2002, Öl auf Leinwand, 40 x 40 cm, Privatsammlung, © Wilhelm Sasnal



 

Medienpartner

 

 






Wilhelm Sasnal, ohne Titel, 2003, Öl auf Leinwand, 150 x 150 cm, Courtesy Wilhelm Sasnal, © Wilhelm Sasnal


Katalog

 

Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog im Prestel Verlag erschienen. Mit Beiträgen von Gregor Jansen, Ulrich Loock und Adam Szymczyk. Herausgeber: Julian Heynen. 144 Seiten, deutsch-englisch, 89 farbige Abbildungen und Filmstills zu „Swineherd“. Preis im Museumsshop: 29,95 €.



Wilhelm Sasnal, Augenlid, 2004, Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm, Courtesy Wilhelm Sasnal, © Wilhelm Sasnal



Begleitprogramm

Filmpremiere

Wilhelm Sasnal "Swineherd"

Freitag, 4.09.2009, 19:00 Uhr

Atelier im Savoy, Graf-Adolf-Straße 47, 40210 Düsseldorf 

 

 

K21 KPMG Kunstabende
Jeweils am 1. Mittwoch im Monat, 18.00 bis 22.00 Uhr, Eintritt frei

 

07.10.2009, 20.00 – 21.00 Uhr, Vortrag:

Stefan Gronert (Leiter der Grafischen Sammlung, Kunstmuseum Bonn): Warum Malerei nach der

Fotografie (den-)noch sinnvoll sein kann.

 

04.11.2009, 20:00 – 21.00 Uhr, Vortrag (in englischer Sprache): Andrzej Przywara

(Direktor Foksal Gallery Foundation, Warschau): Foksal – A polish contemporary art gallery between myth and reality.

 

02.12.2009, 20.00 – 21.00 Uhr, Vortrag:

Beatrix Ruf (Direktorin, Kunsthalle Zürich): Der Maler Wilhelm Sasnal – Jenseits des “Shooting Stars”.

 

 

K21 Thementag der WestLB: Es lebe die Malerei!

Sonntag, 25.10.2009

 

K21 Führung für Gehörlose

Der Maler Wilhelm Sasnal

Sonntag, 27.09.2009, 14.00 – 16.00 Uhr

 

K21 Informationsveranstaltung für Lehrer(innen)

Der Maler Wilhelm Sasnal

Dienstag, 15.09.2009 16.00 – 18.00 Uhr

 

 

In Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf haben wir außerdem zwei Podiumsgespräche vorbereitet, die sich mit Literatur, Musik, Film und Fernsehen in den 70er bis 90er Jahren in Polen beschäftigen. mehr

 

 



Wilhelm Sasnal, Priester, 2006, Öl auf Leinwand, 35 x 27 cm, Privatsammlung, London, © Wilhelm Sasnal