Wilhelm Sasnal 5. September 2009 bis 10. Januar 2010
Die Ausstellung vereinigt circa 80 Gemälde. Die Auswahl gruppiert sich um zentrale Themen, auf die der Künstler in seinem Schaffen immer wieder zurückkommt.
Dazu gehören Bilder von Familie und Freunden ebenso wie von historischen Personen. Desweiteren thematisiert Sasnal das Fortleben der Moderne in der gebauten Umwelt und das Fliegen als ihr Sinnbild. Daneben stellt der Künstler auch intime Befindlichkeiten dar. Nicht zuletzt beschäftigt er sich mit den Klischee beladenen Ansichten seines Wohnortes Krakau oder mit der Allgegenwart der Kirche in Polen.
Sasnals Malerei hat sich im ersten postkommunistischen Jahrzehnt in Krakau entwickelt.
Zu dieser Zeit gehörte er zu einer Gruppe Gleichgesinnter, die sich unter dem Namen Ładnie (Hübsch) gegen die akademische Tradition auflehnte.
Es ging diesen Malern um eine im weitesten Sinne realistische Kunst, die sich in bewusst einfacher Manier an populäre Bildsprachen und alltägliche Motive anlehnte.
Sasnal hat in der Folge eine große Spannbreite von malerischen Möglichkeiten entwickelt.
Sie reicht von den Methoden illustrativer Gebrauchskunst bis zur beinahe völligen Abstraktion. Sasnal ist ein Künstler ohne umfassendes malerisches Programm, das einen einmal beschriebenen Weg festlegen würde. Vielmehr ist jedes Bild ein Einzelereignis. Das gilt für die Wahl des Motivs, das meist als gefundenes oder selbst gemachtes Foto präsent ist, genauso wie für den malerischen Stil.
Auch wenn Sasnal mitunter mehrere Bilder zu einem Thema hintereinander malt, zielt er nicht auf Vereinheitlichung und Wiedererkennbarkeit ab. Stattdessen interessiert ihn die Erscheinung des jeweiligen konkreten Bildes. Intuition und Spontaneität spielen dabei eine wichtige Rolle.
Sasnal gehört zu einer Generation, die schnell zwischen heterogenen Einzelbildern vermitteln kann. Diese spezielle Blickintelligenz übersetzt Sasnal in das Medium der Malerei.
Medienpartner
Katalog
Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog im Prestel Verlag erschienen. Mit Beiträgen von Gregor Jansen, Ulrich Loock und Adam Szymczyk. Herausgeber: Julian Heynen. 144 Seiten, deutsch-englisch, 89 farbige Abbildungen und Filmstills zu „Swineherd“. Preis im Museumsshop: 29,95 €.
BegleitprogrammFilmpremiere Wilhelm Sasnal "Swineherd" Freitag, 4.09.2009, 19:00 Uhr Atelier im Savoy, Graf-Adolf-Straße 47, 40210 Düsseldorf
K21 KPMG Kunstabende
07.10.2009, 20.00 – 21.00 Uhr, Vortrag: Stefan Gronert (Leiter der Grafischen Sammlung, Kunstmuseum Bonn): Warum Malerei nach der Fotografie (den-)noch sinnvoll sein kann.
04.11.2009, 20:00 – 21.00 Uhr, Vortrag (in englischer Sprache): Andrzej Przywara (Direktor Foksal Gallery Foundation, Warschau): Foksal – A polish contemporary art gallery between myth and reality.
02.12.2009, 20.00 – 21.00 Uhr, Vortrag: Beatrix Ruf (Direktorin, Kunsthalle Zürich): Der Maler Wilhelm Sasnal – Jenseits des “Shooting Stars”.
K21 Thementag der WestLB: Es lebe die Malerei! Sonntag, 25.10.2009
K21 Führung für Gehörlose Der Maler Wilhelm Sasnal Sonntag, 27.09.2009, 14.00 – 16.00 Uhr
K21 Informationsveranstaltung für Lehrer(innen) Der Maler Wilhelm Sasnal Dienstag, 15.09.2009 16.00 – 18.00 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf haben wir außerdem zwei Podiumsgespräche vorbereitet, die sich mit Literatur, Musik, Film und Fernsehen in den 70er bis 90er Jahren in Polen beschäftigen. mehr
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