August Macke (1887 - 1914)
August Macke stand den Inhalten der Gruppe des „Blauen Reiters“ nahe. „Kathedrale zu Freiburg in der Schweiz“ schuf der Künstler in der Phase des künstlerischen Neuanfangs 1913. Ausschlaggebend für Bilder mit strengen geometrischen Strukturen war die Auseinandersetzung mit dem Malerkollegen Robert Delaunay. Macke schuf das Gemälde nach einem Ausflug nach Freiburg (Fribourg), wo ihn die gotische Kathedrale beeindruckt hatte. Die abgeklärte Formensprache verbindet sich mit einem zurückhaltenden Kolorit. Es überwiegen matte Blaugrautöne mit einigen farbigen Akzenten in Rot und Braun. Als markante Abweichung von der Wirklichkeit und als künstlerische Reminiszenz an Delaunays Eiffeltum-Bilder ist die motivische Ergänzung des Stahlturms rechts von der Kathedrale zu sehen, den Macke aus rein bild-konstruktiven Gründen an Stelle einiger historischer Gebäude verwendete.