Georges Braque (1882 - 1963)

 

Das Bild gelangte 1962 als eines der ersten Werke in den Besitz der Kunstsammlung. Es entstand auf dem Höhepunkt des „analytischen Kubismus“. Die Formen der Gegenstände sind in kleinteilige Flächen aufgelöst oder auf lineare Kürzel reduziert. Die Spiralformen erinnern an Violinhälse und Notenschlüssel und spielen gleichzeitig ganz allgemein auf Musik an. Die gebrochenen Linien und Flächen bilden einen komplexen Rhythmus. Der Wechsel von dichten und freieren Partien erzeugt räumliche Tiefe, die durch die Helligkeitsabstufungen verstärkt wird. Form, Raum und Licht sind nicht mehr dem gegenständlichen Vorbild verpflichtet, sondern dem Zusammenhang der Bildkomposition. ___



Stilleben mit Harfe und Violine

1911, Öl auf Leinwand,116 x 81 cm
© VG Bild- Kunst, Bonn 2005