René Magritte (1898 - 1967)
„Manchmal nimmt der Name eines Gegenstandes die Stelle eines Bildes ein,“ so formulierte es Magritte in seinem Bildessay „Les mots et les images“ – „Die Wörter und die Bilder“. Das Gemälde „Die leere Maske“ lässt diesen Satz anschaulich werden. Bilder und Wörter sind austauschbar, weil beide nichts über die wahre Realität der Dinge aussagen. Nach den Erkenntnissen der neueren Sprachtheorie ist das Verhältnis zwischen den Dingen und ihren Bezeichnungen rein willkürlich und nur durch die Gepflogenheiten der einzelnen Sprachen begründet. Magritte überträgt diese Einsicht auf die Beziehung zwischen den Dingen und den Bildern. Die Bilder sind nicht die Dinge selbst und verraten nichts über sie. ___