Wassily Kandinsky (1866 - 1944)

 

Kandinsky schuf insgesamt zehn großformatige „Kompositionen“. Im Unterschied zu den Werkgruppen der „Impressionen“ und "Improvisationen“ galten sie ihm als seine ausgereiftesten Gemälde mit programmatischer Bedeutung für sein Werk. Zwischen 1910 und 1914 erarbeitete sich der Künstler die Grundlagen des abstrakten Bildes, ohne sich ganz von figürlichen oder gegenständlichen Motiven zu lösen. „Komposition IV“, der Kandinsky auch den Titel „Die Schlacht“ gab, ist eines der wichtigsten Gemälde aus der Übergangsphase zur Abstraktion. Kandinsky hat seine Bildabsichten in dem Essay „Nachträgliches Definieren“ dargelegt. „Gegensätze der Masse zur Linie, des Präzisen zum Verschwommenen, des Linienknotens zum Farbknoten und Hauptgegensatz: Spitze, scharfe Bewegung (Schlacht) zu hell-kalt-süßen Farben.“ ___



Komposition IV
1911, Öl auf Leinwand, 159,5 x 250,5 cm
© VG Bild- Kunst, Bonn 2005