Grelle Farben und rohe Holzkanten schockieren den Betrachter. Sodann erschließt sich die subtile Wirkung, die durch die Spannung zwischen scheinbarer Substanzlosigkeit der Lackoberflächen und der Präsenz des wuchtigen Materials entsteht. Imi Knoebel bezieht sich immer wieder auf historische künstlerische Bewegungen: Im „Genter Raum“ spielt er auf das reduzierte Formenrepertoire des russischen Malers Kasimir Malewitsch an. Knoebel geht es aber weder um eine Utopie im Sinne Malewitschs noch um soziales Engagement, wie es sein Lehrer Joseph Beuys gefordert hatte. Der Betrachter sieht sich vor der Kargheit der Arbeit den eigenen Empfindungen ausgesetzt. ___