Juan Muñoz (1953 - 2001)

 

Die mehr oder weniger identischen, in fast geschlossener Kreisform aufgestellten Figuren konfrontieren den Betrachter mit seinem Alleinsein in der Menge. Seine Außenseiterposition verschärft die Sensibilität für die Kate-gorien der Nähe und der Distanz - in emotionaler sowie auch in räumlicher Hinsicht. Muñoz lässt die Nähe der Figuren gegen das Sich-nicht-nähern-können des Betrachters laufen, ihre formale Verbundenheit trifft hart auf die Fremdheit des Beobachtenden. Die Unmöglichkeit der Verortung des Betrachters scheint in der Gemeinschaft der Figuren kontrastiert, aber auch deren Verortung ist wegen des Fehlens der Füße, des unsicheren Standes nur eine prekäre. ___



Plaza (Detail)
1996, 27 Figuren (Höhe je 140 cm), Stoff, Polyester, Kunstharz, Pigment
© Nachlass Juan Muñoz, Torrelodones, Foto: Mancia/Bodmer, Zürich 2005