Maria Hassabi

Maria Hassabi, STAGING, 2017, Installationsansicht documenta14, Kassel, 7. Juni bis 17. September 2017, Performer: Maria Hassabi, Foto: Fred Dott

Eröffnung der Ausstellung

Freitag, 8. Dezember 2017, 19.00 Uhr
Eintritt frei

Es sprechen
Susanne Gaensheimer, Direktorin
Isabelle Malz, Kuratorin

Im Anschluss: Künstlerinnengespräch
Maria Hassabi & Isabelle Malz


Öffentliche Führungen

(Anmeldung erforderlich)

mittwochs, 13.00 – 13.30 Uhr
sonn- und feiertags, 16.00 – 17.00 Uhr

Kalender

Annahme von Anmeldungen während der Bürozeiten:
Mo-Do 10.00 – 17.00 Uhr sowie Fr. 10.00 – 13.00 Uhr

Besucherservice
Tel. 0211. 83 81-204
service(at)kunstsammlung.de


Gebuchte Führungen

Führungen in deutscher Sprache sowie fremdsprachige Führungen können im Besucherservice reserviert werden:

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Aktuelle Informationen

Am 1. Januar 2018 findet trotz geöffnetem Museum keine Performance statt.

 

STAGING: Solo #2

09.12.2017 – 21.01.2018
K20 Grabbeplatz
Eintritt frei

Die eindringlichen Performances und Live-Installationen der in New York lebenden Künstlerin und Choreographin Maria Hassabi (geb. 1973 in Zypern) sind streng komponierte Choreographien und langsame Entfaltungen von Körperbewegungen im Raum. In ihren international in Museen, auf Festivals, in Galerien, Theatern und im öffentlichen Raum gezeigten Werken lotet sie die spannungsvolle Beziehung des Körpers zum Bild aus und lässt skulpturale Körperlichkeit sich mittels gedehnter Dauer in präzise, definierte Mikrobewegungen entwickeln. Dabei werden die Übergänge zwischen den langsam ausgeführten Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer, wird die Zeit zwischen den Momenten der gedehnten Stille zum eigentlichen Raum der Erfahrung.

Als "Paradox der Stille" bezeichnet die Künstlerin ihre radikal minimalistischen Kompositionen, die Aufmerksamkeit auf kleinste Details, Gesten und Bewegungen des Körpers richten. Verbunden mit prägnanten Setzungen – ein pinkfarbener Teppich, eine spezifische Lichtinszenierung oder eine geloopte Geräuschkulisse – destabilisieren ihre Choreographien auf faszinierende Weise die gewohnte Erfahrung von Zeit und Raum. Dabei oszillieren sie beständig zwischen den klaren Zuordnungen von Tanz und Skulptur, zwischen Intimität und Spektakel, was durchaus als herausforderndes Gegenbild zur Schnelllebigkeit unserer Zeit empfunden werden kann.

Für die monumentale Grabbe Halle des K20 entwickelt Maria Hassabi STAGING: Solo #2 (2017), die ihre mehrteilige Installation STAGING (2017) weiterführt und neu erlebbar macht. STAGING wurde zuvor im Walker Art Center, Minneapolis und auf der documenta 14, Kassel, ausgestellt. Diese neue Fassung arbeitet mit einem einzelnen Tänzer / einer Tänzerin, der / die jeweils auf der weiten Fläche eines leuchtend pinkfarbenen Teppichs hoch konzentriert langsame, phasenweise kaum wahrnehmbare Bewegungen ausführt. Wie fast alle ihre Arbeiten, so ist auch STAGING: Solo #2 (2017) ein Verhandlungsort ihrer subversiv kraftvollen Performances: zwischen den Performern und ihrer Aufgabe, dem Spektakulären und dem Alltäglichen, zwischen Subjekt und Objekt, umstehenden Zuschauern und aufmerksamen Betrachtern. Durchgängig unterlaufen ihre Arbeiten Gattungsgrenzen, klare Zuschreibungen und Wahrnehmungsgewohnheiten und setzen an deren Stelle neue, nicht unbedingt zu entschlüsselnde Bilder sowie eine auf ein Höchstmaß aktivierte Sensibilität und Selbstreflexion des Betrachters.


STAGING: Solo #2 (2017) wird von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen produziert.

Performer: Hristoula Harakas, Maria Hassabi, Niall Jones, Mickey Mahar, Paige Martin, Oisín Monaghan, Nancy Stamatopoulou
Kostüme: Victoria Bartlett
Komponistin: Marina Rosenfeld
Sound Designer: Stavros Gasparatos
Produktion: Kate Scherer
Management: Alexandra Rosenberg

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Medienpartner: Handelsblatt

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