2006

40jahrevideokunst.de - Teil 1
Digitales Erbe: Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute

25. März bis 21. Mai 2006
K21 STÄNDEHAUS

Die Ausstellung konzentriert sich auf die künstlerische Videopraxis in den 1980er Jahren in Westdeutschland. Signifikant vollzieht sich in diesem Jahrzehnt die Entwicklung von der Monitorpräsentation zur Rauminstallation. An der Schwelle zur digitalen Bildproduktion etabliert sich Video als bildkünstlerisches Verfahren und wird zugleich zur dokumentarischen Aufzeichnung genutzt. Vor dem Hintergrund von Zeitgeist, Privatfernsehen,Volkszählung, Neue Deutsche Welle und Punk erfährt die genuin gesellschaftspolitisch-utopische Dimension von Video in den letzten Jahren der Bundesrepublik eine Zuspitzung. (Mit Arbeiten von Conradt/Jahn, Dellbrügge&de Moll, Froese, Guiton, Günther, Klier, Kiessling, Odenbach, Paik, die Tödliche Doris, Wilson u.v.a.)


Museen im 21. Jahrhundert: Ideen Projekte Bauten

1. April bis 25. Juni 2006
K21 STÄNDEHAUS

Spektakuläre Museumsbauten steigern die Attraktivität der Städte, rücken abseits liegende Orte durch ihre augenfällige Präsenz ins öffentliche Bewußtsein oder verleihen Industriebrachen eine neue Funktion. Museen scheinen die Aufgabe von Wahrzeichen übernommen zu haben, die früher den Kathedralen zukam. Sie gelten als kulturelle Identifikationssymbole in einer Gesellschaft, die sich nicht zuletzt durch die fortschreitende Globalisierung in einer Phase der Verunsicherung befindet.


Mirosław Bałka - Lichtzwang

13. Mai bis 10. September 2006
K21 STÄNDEHAUS

Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal eine Auswahl von Videoarbeiten des international viel beachteten polnischen Bildhauers (geboren 1958). Gezeigt werden fünf Arbeiten aus den letzten sechs Jahren. Die Projektionen sind häufig mit kleinen skulpturalen Zusätzen versehen, die ihnen einen konkreten Ort im Ausstellungsraum geben und das flüchtige Medium Video in eine körperlichen Realität einbinden. Der einem Gedicht von Paul Celan entnommene Titel der Ausstellung spielt in nachdenklicher Weise ebenfalls mit den Bedingungen dieses für die Kunst so wichtig gewordenen Mediums.


Martin Kippenberger

10. Juni bis 10. September 2006
K21 STÄNDEHAUS

Mit „Lieber Maler, male mir“ (1981) „Heavy Burschi" (1991) und der Installation der „Weißen Bilder“ (1992) rückt dabei der Fokus auf Kippenbergers Konzept, das Malen an andere zu delegieren. Austausch, Konfrontation und Kooperation sind signifikante Kennzeichen von Kippenbergers künstlerischer Praxis. Stets auf der Suche, probiert sich der Künstler in wechselnden Rollen aus, agiert als Schriftsteller, Musiker, Museumsdirektor und Betreiber eines weltweit operierenden U-Bahn-Netzes. Als Club- und Restaurantbesitzer bringt er Kunst und Entertainment zusammen, was in dem kokett bescheidenen Wunsch kulminiert, man möge später einmal sagen, „Kippenberger war gute Laune“.
Eine Ausstellung von K21 in Kooperation mit Tate Modern, London, ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Kunststiftung NRW.


20 Jahre K20 - Kunst des 20. Jahrhunderts

14. Juli bis 27. August 2006
K20 GRABBEPLATZ

Im Frühjahr 1986 wurde der elegante Museumsbau des dänischen Architektenteams Dissing + Weitling der Öffentlichkeit übergeben. Zwanzig Jahre mit hochrangigen Ausstellungen und zahlreichen begleitenden Veranstaltungen liegen hinter uns. Mit der Aufnahme der Arbeiten zum Erweiterungsbau auf dem Paul-Klee-Platz kündigt sich ab Herbst 2007 eine neue Ära an. In der Vergangenheit mussten - aufgrund von Platzmangel - oftmals große Teile unserer international beachteten Sammlung ins Depot ausgelagert werden. 20 Jahre K20 ist für uns der Anlass, das ganze Haus für die Sammlungspräsentation zur Verfügung zu stellen. Erstmals seit über drei Jahren sind die Hauptwerke der Kunst des 20. Jahrhunderts auf allen drei Etagen von K20 zu sehen. Das Panorama mit Werken von Picasso, Chagall, Kandinsky, Mondrian, Beckmann, Klee, Magritte, Max Ernst, Dalí u. a. zeigt die "Klassiker" der Sammlung. Breiten Raum nehmen die Werke der amerikanischen Kunst der zweiten Häfte des 20. Jahrhunderts ein. Im Zentrum stehen: Jackson Pollock, Robert Rauschenberg, Andy Warhol, Ellsworth Kelly sowie Joseph Beuys und Gerhard Richter. Die Präsentation umfasst auch selten gezeigte Werke der ständigen Sammlung, die - zum letzten Mal vor der vorläufigen Schließung im Spätsommer 2007 - ihre Wirkung im Dialog mit den Meisterwerken der Moderne erproben.


Francis Bacon - Die Gewalt des Faktischen

16. September 2006 bis 7. Januar 2007
K20 GRABBEPLATZ

Dramatische Darstellungen von menschlichen Körpern sind allgegenwärtig im Werk des bedeutendsten englischen Malers des 20. Jahrhunderts: Francis Bacon (1909–1992). Wie kein anderer Maler seiner Generation hat Bacon das Drama des verwundbaren, schutzlos ausgelieferten Körpers inszeniert. Er suchte Erfahrungen zu formulieren, die sich zwischen den extremen Polen von Kreuzigung und Schlachthof bewegen, die die Affinität zwischen Mensch und Tier in erschreckender Direktheit thematisieren.
Im Zentrum der retrospektiv angelegten Ausstellung mit 60 Werken aus allen Schaffensphasen werden Bacons beunruhigende und zugleich fesselnde Studien des menschlichen Körpers stehen: Die von Erinnerungen durchtränkten Porträts der Freunde und Liebhaber ebenso wie die Studien anonymer Kreaturen. Bacon verweigert ein intaktes Bild des menschlichen Körpers und lenkt uns auf die moderne Fragestellung eines Selbst, das seine stabile Identität verloren hat, ein Selbst in seiner Welt keinen gesicherten Ort mehr zu finden vermag.
Im Rahmen der Quadriennale 2006 / Art City Düsseldorf


Juan Muñoz - Rooms of My Mind

14. Oktober 2006 bis 4. Februar 2007
K21 STÄNDEHAUS

Die Ausstellung gibt einen intensiven Einblick in das Werk des spanischen Künstlers Juan Muñoz (1953 - 2001), der in den achtziger Jahren einer der wichtigsten Erneuerer einer figurativen und narrativen Bildhauerei war. Neben einzelnen Skulpturen und Skulpturengruppen werden Zeichnungen und nicht zuletzt Hörstücke präsentiert, in denen das umfassende Interesse von Muñoz am Faszinosum des Raums und der Illusion sichtbar wird. Die Ausstellung versucht, die wichtigsten Aspekte eines Werkes anschaulich zu machen, das sich nie in der Schaffung einzelner Skulpturen oder Figuren erschöpft. Wichtiger noch als die erfindungsreiche plastische Formulierung im Einzelnen ist dem Künstler die Schaffung einer Gesamtatmosphäre, in der ein mit menschlichen Emotionen und Vorstellungen aufgeladener Raum im Mittelpunkt steht.


Im Rahmen der Quadriennale 2006 / Art City Düsseldorf