2008

Idris Khan - Every...

26. Januar bis 9. März 2008
K21 STÄNDEHAUS

Vor der temporären Schließung von K20 und dem damit verbundenen Auszug der Sammlung wird die große Halle im Erdgeschoss eine letzte Ausstellung aufnehmen. Geplant ist eine Präsentation mit Werken des jungen britischen Künstlers Idris Khan (Jg. 1978). Dieser hat in den wenigen Jahren nach seinem Studienabschluss im Royal College of Art in London 2004 ein gedanklich luzides, visuell beeindruckendes und technisch-handwerklich brillantes Werk erarbeitet. Khans Sujets zeigen sein leidenschaftliches Interesse an kulturell kodierten Werken und Artefakten aus den Sphären der Literatur, der bildenden Kunst sowie der Musik. Seine Medien sind Fotografie und Video. In seinen Fotografien arbeitet der Künstler mit digitalen Überblendungen von gefundenen Bildern, Texten oder Partituren. Seine Videos zu klassischen Stücken der Musikliteratur von Bach und Schubert verwandeln die musikalischen Darbietungen in der mehrfachen Wiederholung und Überlagerung in visuelle und klangliche Palimpseste.


Ein letzter Blick - Meisterwerke aus der Sammlung

26. Januar bis 27. April 2008
K20 GRABBEPLATZ

Vor der knapp eineinhalbjährigen Schließung von K20 ab dem 28. April 2008 werden nochmals die wichtigsten Meisterwerke der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert. Dazu gehören unter anderem Pablo Picassos monumentales Werk „Deux femmes nues assises“ aus der klassizistischen Periode des Künstlers sowie George Braques kubistisches Stillleben „Nature morte, harpe et violon“ und auch Marc Chagalls Komposition „Le violoniste“. Höhepunkte expressionistischer Malerei sind Wassily Kandinskys „Komposition IV“ und Ernst Ludwig Kirchners „Mädchen unter Japanschirm“. Vertreter surrealistischer Kunst sind Max Ernst mit seinem Werk „Au premier mot limpide“ oder Joan Mirós mit „Nu au miroir“. Hervorzuheben sind auch die einzigartigen Sammlungen von Julius Bissier und Paul Klee. Zudem wird die große Installation „Palazzo Regale“ von Joseph Beuys zugänglich sein, wie auch Werke von Gerhard Richter, dessen Zyklus „Silikat“ erst kürzlich von der Kunstsammlung erworben wurde. Jackson Pollocks drip painting „Number 32“ stellt ohne Zweifel einen der Meilensteine der abstrakt expressionistischen Malerei nach 1945 dar. Das monumentale Stück wird von weiteren herausragenden Arbeiten der Pop und Minimal Art flankiert.


Eija-Liisa Ahtila

17. Mai bis 17. August 2008
K21 STÄNDEHAUS

Die kinematografischen Installationen der finnischen Künstlerin Eija-Liisa Ahtila (Jg. 1959) bringen ihre Betrachter dazu, sich existentiellen Themen mit allen Sinnen, aber auch mit distanzierter Überlegung zu nähern. Wenn auf großen Videoleinwänden bis zu sechs Filme gleichzeitig laufen, kann sich der Besucher den Eindrücken in keine Richtung entziehen, sondern muss sich bewegen und verschiedene Perspektiven einnehmen. Ahtilas umfangreichste und neueste Arbeit, die Video-Installation "Where is Where?", ist dabei zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.


Lawrence Weiner - AS FAR AS THE EYE CAN SEE   

27. September 2008 bis 11. Januar 2009
K21 STÄNDEHAUS

Die Ausstellung Lawrence Weiner – AS FAR AS THE EYE CAN SEE ist eine Retrospektive des Werkes dieses Mitbegründers der sogenannten Konzeptkunst. Seit 1988 hat es keine vergleichbare Ausstellung dieses radikalen und komplexen Werkes gegeben. Nach dem Whitney Museum of American Art in New York und dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles wird die Ausstellung ihre einzige europäische Station in K21 haben. Die Spannbreite der gezeigten Arbeiten reicht von den Gemälden der sechziger Jahre hin zu den Spracharbeiten, die Weiner seit vierzig Jahren international bekannt gemacht haben. Von der Skulptur ausgehend hat er schon früh festgestellt, dass es für ihn gleich-gültig ist, ob eine Arbeit vom Künstler hergestellt, von jemand anderem angefertigt oder gar nicht ausgeführt wird und eben nur im Material der Sprache existiert.