2009

Jorge Pardo 

4. April 2009 bis 2. August 2009
K21 STÄNDEHAUS

Jorge Pardo hat bereits im Jahr 2002 die einmalige Form der Bar am Kaiserteich im K21 entworfen. Die Überblicksausstellung in K21 gestaltete er ebenfalls sehr eigenständig. Dabei stellt er sich als besonders facettenreicher bildender Künstler dar. Jorge Pardos vielseitiges künstlerisches Konzept präsentiert Form, Farbe und Raumerleben als elementare Bedingungen einer zeitgenössischen ästhetischen Erfahrung. Als erstes europäisches Museum widmet das K21 Jorge Pardo eine Einzelausstellung, die in enger Abstimmung mit dem Künstler entwickelt worden ist. Jorge Pardo wurde 1963 in Havanna geboren, der kubanisch-amerikanische Künstler lebt und arbeitet heute in Los Angeles. Die Ausstellung zeigt mit etwa 80 Objekten, Bildern und Skulpturen einen Überblick über Pardos Schaffen der vergangenen fünfzehn Jahre. Im Mittelpunkt steht die virtuose Gestaltung des Künstlers von Oberflächen, die bei ihm als Bilder, Wandobjekte oder Reliefs einen opulenten sinnlichen Reichtum entfachen.


Wilhelm Sasnal

5. September 2009 bis 10. Januar 2010
K21 STÄNDEHAUS

Die Ausstellung vereint rund 80 Gemälde des Künstlers Wilhelm Sasnal und gruppiert sie um zentrale Themen, auf die der Künstler in seinem Schaffen immer wieder zurückkommt. Dazu gehören Bilder von Familie und Freunden ebenso wie von historischen Personen. Desweiteren thematisiert Sasnal das Fortleben der Moderne in der gebauten Umwelt und das Fliegen als ihr Sinnbild. Daneben stellt der Künstler auch intime Befindlichkeiten dar. Nicht zuletzt beschäftigt er sich mit den Klischee beladenen Ansichten seines Wohnortes Krakau oder mit der Allgegenwart der Kirche in Polen. Sasnals Malerei hat sich im ersten postkommunistischen Jahrzehnt in Krakau entwickelt. Zu dieser Zeit gehörte er zu einer Gruppe Gleichgesinnter, die sich unter dem Namen Ładnie (Hübsch) gegen die akademische Tradition auflehnte. Hieraus entstand eine im weitesten Sinne realistische Kunst, die sich in bewusst einfacher Manier an populäre Bildsprachen und alltägliche Motive anlehnte.


Ayşe ErkmenHausgenossen

8. November 2008 bis 17. Januar 2010
K21 STÄNDEHAUS

Die türkische Künstlerin Ayşe Erkmen entwickelte nach Joe Scanlans Projekt „Passing Through“ eine weitere Installation speziell für den großen Raum unter der Glaskuppel des Ständehauses. Die großen, farbigen Stoffbahnen vermessen dabei die wesentlichen Linien der Architektur im Kuppelraum. Die Künstlerin arbeitet ähnlich wie eine Architektin bei einer Bauaufnahme, macht die Außenhülle des Raumes zum Thema und siedelt ihre Arbeit in einem räumlichen Übergangsbereich an. Doch auch im künstlerischen Sinn begibt sich Ayşe Erkmen in Zwischenzonen: Sie passt sich einerseits der Architektur an und schafft andererseits einen eigenständigen künsterischen Ausdruck. Das textile Material verändert nicht nur das Licht und die Farben des Raumes, sondern lässt auch die auffällige Technik der Dachkonstruktion in den Hintergrund treten. So schafft die Künstlerin eine neue Atmosphäre für den Kuppelraum in K21. Der übrige Raum unter der Glaskuppel bleibt leer. Lediglich eine kaum handbreite Skulptur von Karin Sander ist zu sehen, welche die Künstlerin Ayse Erkmen selbst darstellt. Ebenso zeigt Erkmen ein Knäuel eines Stoffbandes, in das ihr Name eingewebt ist.