2017

 
Ausstellungsplakat

Carmen Herrera
Lines of Sight

02.12.2017 – 08.04.2018
K20 Grabbeplatz

Mit der bisher größten Ausstellung von Werken aus sieben Jahrzehnten präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die kubanisch-amerikanische Künstlerin Carmen Herrera, die zu den Pionierinnen der geometrischen Abstraktion in Amerika zählt. Die Ausstellung zeigt rund 70 Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik und Skulptur von 1947 bis 2017. Die mittlerweile 102 Jahre alte Künstlerin wurde vom Kunstmarkt lange ignoriert: Ihr erstes Bild verkaufte sie im Alter von 89 Jahren. Bis heute entstehen in ihrem New Yorker Atelier kraftvolle Arbeiten von hoher Signalwirkung.

Zur Ausstellungsseite

MEHR

 
Ausstellungsplakat

Akram Zaatari
Against Photography. Eine kommentierte Geschichte der Arab Image Foundation

18.11.2017 – 25.02.2018
K21 Ständehaus

Im Zentrum der künstlerischen Praxis von Akram Zaatari (geb. 1966 in Saida/Libanon) steht die  Fotografie. Seine Videoinstallationen, Filme und fotografischen Objekte drehen sich um eine Reflexion
des Fotografischen. Als Mitbegründer und Hauptakteur der 1997 in Beirut gegründeten Arab Image Foundation hat Zaatari mit seinem Werk einen unermesslichen Beitrag zu den Diskursen der Fotografie
und ihren wechselnden Funktionsweisen geleistet. Zaataris erste Museumsausstellung in Deutschland  wird damit zu einer archäologischen Entstehungsgeschichte der Fotografie aus künstlerischer Perspektive.

Die Ausstellung wurde vom Museu d’Art Contemporani in Barcelona (MACBA) und dem National Museum of Modern and Contemporary Art, Korea (MMCA), in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen organisiert.


Zur Ausstellungsseite

MEHR

 
Ausstellungsplakat

Maria Hassabi
STAGING: Solo #2

09.12.2017 – 21.01.2018
K20 Grabbeplatz

Die eindringlichen Performances und Live-Installationen der in New York lebenden Künstlerin und Choreographin Maria Hassabi (geb. 1973 in Zypern) sind streng komponierte Choreographien und langsame Entfaltungen von Körperbewegungen im Raum. In ihren international in Museen, auf Festivals, in Galerien, Theatern und im öffentlichen Raum gezeigten Werken lotet sie die spannungsvolle Beziehung des Körpers zum Bild aus und lässt skulpturale Körperlichkeit sich mittels gedehnter Dauer in präzise, definierte Mikrobewegungen entwickeln. Dabei werden die Übergänge zwischen den langsam ausgeführten Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer, wird die Zeit zwischen den Momenten der gedehnten Stille zum eigentlichen Raum der Erfahrung.


Zur Ausstellungsseite

MEHR

Schmela Haus

Foto: Katja Illner

Futur 3: Annäherung an die ungekannte Zukunft

2013 – 2017

Dialog, Debatte und Diskussion im Schmela Haus: An ausgewählten Donnerstagabenden (außer in den Ferien und an Feiertagen) fanden bei Futur 3 Begegnungen mit internationalen Gästen statt, die in unterschiedlichen Konstellationen und Themensträngen Fragen zur Zukunft – von Museum, Stadt, Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft – erörtern.

Der Düsseldorfer Bildhauer Andreas Schmitten realisierte die sich über zwei Etagen erstreckende Installation Ein Set für das Schmela Haus. Bar und Saal (2013), die als Mix aus futuristischer Hotelbar, Variététheater und Lounge mit verführerischer Opulenz auf die spröde Architektur Aldo van Eycks reagiert.

MEHR

 

Otto Dix – Der böse Blick

11.02. – 28.05.2017 (verlängert)
K20 Grabbeplatz

Otto Dix (1891 – 1969), berühmter Maler und berüchtigter Bürgerschreck, verbrachte von Herbst 1922 bis November 1925 intensive Schaffensjahre in Düsseldorf. Als Mitglied der revolutionären Künstlergruppe Das Junge Rheinland, entwickelte er während dieser Zeit seine kritische Handschrift, die ihn in der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts unverkennbar macht.

Dieser künstlerisch wie menschlich prägenden Phase widmet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Ausstellung Otto Dix – Der böse Blick. Gezeigt werden etwa 200 Gemälde, Aquarelle und Grafiken aus nationalen und internationalen Sammlungen.

Als der völlig mittellose Dix aus Dresden das erste Mal im Oktober 1921 nach Düsseldorf kam, erhoffte er sich im Rheinland Ausstellungsmöglichkeiten und lukrative Porträtaufträge. Mit großem Ehrgeiz und noch größerer Arbeitswut entwickelte er sich in den folgenden drei Jahren vom expressiv-veristischen Dadaisten zum neusachlichen Porträtisten: Schonungslos fixierte er seine Mitmenschen auf der Leinwand. Als er 1925 – charakterlich und künstlerisch gereift – nach Berlin ging, eilte ihm sein gesellschaftskritischer Ruf voraus.

Mit Otto Dix – Der böse Blick präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die erste monografische Ausstellung über diese außerordentlich produktiven Jahre des Künstlers.

Kuratorin: Dr. Susanne Meyer-Büser

Die Ausstellung wurde im Anschluss in der Tate Liverpool gezeigt.

 

Marcel Broodthaers.
Eine Retrospektive

K21 Ständehaus
04.03 – 11.06.2017

Marcel Broodthaers. Eine Retrospektive ist eine große Überblicksschau über das facettenreiche Werk des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers (1924 –1976), der im Umfeld von Pop, Minimal und Konzeptkunst eine eigenwillige, kritische Position formuliert. Broodthaers wandte sich im Alter von vierzig Jahren von der Dichtung kommend der bildenden Kunst zu und fand mit seinen installativen, kinematografischen und institutionskritischen Arbeiten innerhalb kürzester Zeit großen Anklang in der avantgardistischen Kunstszene Europas.

Die über vier Jahre am Museum of Modern Art, New York, und am Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, sorgfältig entwickelte Ausstellung von über 400 Werken unterschiedlichster Medien und Gattungen findet mit der Düsseldorfer Station ihren Abschluss an dem Ort, der Broodthaers’ kurze, aber höchst produktive künstlerische Karriere weitgehend befördert hat. In Düsseldorf hat Broodthaers nicht nur gelebt (von 1970 bis 1972) und entscheidende Impulse der lokalen, international bestens vernetzten Kunstszene aufgenommen, verarbeitet und zurückgegeben.

In Düsseldorf wurden auch etliche Arbeiten und Ausstellungen realisiert, darunter die zu Broodthaers’ Hauptwerk „Musée d’Art Moderne, Département des Aigles“ (Museum Moderner Kunst, Abteilung Adler), 1968 – 72, gehörende legendäre Schau „Section des Figures“ (Sektion der Figuren), 1972, in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf.

Die lange erwartete Retrospektive von Marcel Broodthaers führt in ein faszinierendes Werk ein, das mit seinem Verständnis von Poesie als „Störung von Weltordnung“, von „Poesie als indirekter politischer Frage“ für eine radikal offene und prozessuale Lesart von Kunst plädierte und damit maßgeblich zu einem bis heute gültigen Verständnis von Kunst beigetragen hat.

 

Marcel Broodthaers. Eine Retrospektive wurde kuratiert von Christophe Cherix, The Robert Lehman Foundation Chief Curator of Drawings and Prints at MoMA, und Manuel J. Borja-Villel, Direktor Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, zusammen mit Francesca Wilmott, kuratorische Assistenz am Department of Drawing and Prints, MoMA.

In der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, wird die Ausstellung von der Kuratorin Doris Krystof betreut.

 
Wael Shawky, Cabaret Crusades, The Secrets of Karbalaa, 2014, Installationsansicht, Foto: Achim Kukulies, © Wael Shawky

real sets / fictional sets
Videos und Fotografien

Sammlungspräsentation

02.08. – 08.10.2017
K21 Ständehaus

Im Untergeschoss von K21 präsentiert real sets / fictional sets Videos und Fotografien aus der Sammlung, in denen das Set als auf unterschiedlichste Weise bühnenhaft arrangierter Raum gestaltet ist und eine Spielfläche für unterschiedlichste Szenen, Handlungen und Geschichten bietet. Es werden Arbeiten von Bruce Nauman, William Kentridge, Rosemarie Trockel, Richard T. Walker, Heimo Zobernig und Wael Shawky gezeigt, die um eine Werksauswahl mit Fotografien von Candida Höfer ergänzt sind.


Zur Ausstellungsseite

MEHR

 
Installationsansicht, Foto: Achim Kukulies

Leunora Salihu
Gravity on a journey

31.03. – 24.09.2017 (verlängert)
K21 Ständehaus, Bel Etage

Die 1977 im Kosovo geborene Leunora Salihu ist auf dem Weg, sich als Bildhauerin eine unverwechselbare künstlerische Sprache zu erarbeiten. Für ihre abstrakten Skulpturen, die sich in Form und Größe stark unterscheiden, verwendet sie Holz, Multiplexplatten, Kunststoffe oder Ton.

Eine enorme Materialkenntnis bildet die Basis aller Arbeiten, denn die Eigenschaften der Werkstoffe bestimmen die endgültigen Formen der Objekte, auch wenn diese bisweilen Assoziationen an Industrie, Maschinenbau und Literatur wachrufen. So hat beispielsweise Franz Kafka und sein literarischer Umgang mit Räumen die  Künstlerin lange inspiriert. Dabei strotzen ihre kleinen wie auch die riesigen Objekte vor Energie und scheinen zugleich in einer besonderen Weise in sich zu ruhen.

Sie suche "etwas Überzeitliches in Form und Material gepaart mit zeitlichen Aspekten der Bewegung. Es reizt mich, solche Gegensätze in einem klaren Bild zu verdichten", äußerte die Künstlerin in einem Interview.

 

Art et Liberté: Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938 – 1948)

15.07. 15.10.2017
K20 Grabbeplatz

Mit mehr als 200 Leihgaben aus rund 50 Sammlungen in zwölf Ländern, darunter Gemälde und Grafiken, Fotografien, Filme, Bücher und Dokumente, wird zum ersten Mal überhaupt die Geschichte der heute fast vergessenen ägyptischen Künstlergruppe Art et Liberté ("Kunst und Freiheit", "jama’at al-fann wa al-hurriyyah") präsentiert. Das surrealistische Kollektiv aus Schriftstellern und bildenden Künstlern formierte sich kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im vom britischen Empire kontrollierten Königreich Ägypten im Kampf gegen Faschismus, Nationalismus und Kolonialismus.


Zur Ausstellungsseite

MEHR