Künstlerräume im K21

Foto: Katja Illner

Wie können wir der Überfülle von Bildern in der modernen Gesellschaft begegnen? Es gibt kaum einen Ort in unserem Alltag, an dem wir nicht mit visuellen Reizen konfrontiert werden. Auch das Museum ist ein Bilderlieferant, der aber entgegen der überschäumenden Bilderwelt der Medien versucht, Struktur und Wertigkeit des einzelnen Bildes ins rechte Licht zu rücken.

Das K21 zeigt auf drei Etagen in jedem Raum eine andere künstlerische Position. Es ist eine Auswahl der wichtigsten, radikalsten und sinnlichsten Statements zur Gesellschaft unserer Zeit. Dazu zählen sowohl Arbeiten aus unserer Sammlung, die seit ihrem Bestehen konsequent Meisterwerke der Gegenwartskunst zusammenführt, als auch Werke und Installationen, die die Künstler eigens für das Ständehaus entwickelt haben.

Für uns ist es ein Anliegen, dass die Künstler ihre Räume selbst einrichten, dabei eine Haltung zu der Architektur des Ständehauses entwickeln und in die Verwirklichung ihrer Ideen einfließen lassen. Dies bewirkt eine einmalige Konstellation der Werke, verbunden mit größtmöglicher künstlerischer Konzentration und Intention. Wir laden unsere Besucher ein, diese Vielfältigkeit der Räume zu entdecken und dabei die verschiedenen sinnlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu erleben.

Neuer Künstlerraum

Chiharu Shiota, Trace of Memory, 2013, The Mattress Factory, Pittsburgh, USA, Alter Arbeitstisch, Stuhl, Faden; Dimensionen variabel, Foto: Tom Little

Chiharu Shiota

Das K21 zeigt auf drei Etagen in jedem Raum eine andere künstlerische Position. Ab dem 7. Juli neu zu sehen ist der Künstlerraum von Chiharu Shiota (geb. 1972 in Osaka), die mit ihren Fadeninstallationen Räume in individuelle Erinnerungsorte verwandelt. Die Künstlerin, die in Berlin lebt und arbeitet, webt Relikte des Alltags in ein dichtes Netz aus Wollfäden, enthebt sie schwebend der Realität und schafft traumartige Atmosphären. Für das K21 hat sie mit A Long Day und State of Being (Dress) zwei neue Arbeiten gestaltet.

 

Videos und Beiträge auf #32

Einen Einblick in die Künstlerräume im K21 gibt Kuratorin Susanne Meyer-Büser in kurzen Videobeiträgen und Gesprächen mit den Künstlern auf #32, dem Online-Magazin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

making of: Chiharu Shiota
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making of:
Antonia Low "A room recalls"
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making of: Matthias Bitzer "Der Zerfall der Eigenschaften"
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making of: Tomás Saraceno "in orbit"
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making of: Christian Jankowski "Heavy-weight history"
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making of: Hans-Peter Feldmann
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Aktuelle Übersicht der Räume

1. Etage:

  • Axel Hütte (nur bis Mitte August)
  • Nam June Paik
  • Imi Knoebel
  • Christian Jankowski


2. Etage:

  • Katharina Fritsch (nur bis Anfang August)
  • Thomas Hirschhorn
  • Antonia Low (nur bis Mitte August)
  • Hans Peter Feldmann (nur bis Anfang August)


3. Etage:

  • Tomás Saraceno
  • Georg Herold
  • Janet Cardiff/George Bures Miller
  • Chiharu Shiota
  • Anna Oppermann
  • Christian Boltanski

Aktueller Hinweis

Aufgrund der Ausstellungsvorbereitungen zu THE PROBLEM OF GOD (K21, ab 26.09.2015) werden im Sommer 2015 einige der Künstlerräume in der 1. und 2. Etage abgebaut oder temporär nicht zu sehen sein.