Eva Kot´átková

Eva Kot´átková, Installationsansicht K21 Ständehaus, © Künstlerin, Foto: Achim Kukulies
 

Room for anxious objects

01.04.2017 – 31.03.2018

Die tschechische Bildhauerin Eva Kot´átková (geb. 1982 in Prag) verwendet den Ausstellungsraum als Bühne. Ihre streng durchinszenierten Räume bilden den Rahmen für surreale Objekte und Collagen.  Fragmentierte Körper, Prothesen, Drahtkäfige und altertümliche Requisiten, die fragwürdigen, weil sehr autoritären Erziehungszwecken dienten, werden tableauhaft präsentiert und erzählen einzeln und in ihrer Gesamtheit verstörende Geschichten.

Im Zentrum des Werks von Eva Kot´átková steht der Körper als Träger physischer und mentaler Prägung und die Erziehung als Ausdruck von Entfremdung und Sprachlosigkeit aber auch als Medium für mögliche neue Kommunikationsformen.

Erziehungsmethoden zu Beginn der Aufklärung wie sie Jean-Jacques Rousseau in "Emile oder Über die Erziehung" (1762) beschreibt, werden ebenso abgerufen wie die Traumsequenzen der Surrealisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist die Rolle des Individuums in einer von Normen bestimmten Umgebung, die in den Arbeiten von Eva Kot´átková in Anlehnung an alte Vorlagen neu hinterfragt wird. Die Installation Room for anxious objects (2017) wurde eigens für das K21 entwickelt.