Inge Mahn

Inge Mahn, Installationsansicht K21 Ständehaus, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Achim Kukulies
 

Inge Mahn

01.04.2017 – 31.03.2018

Die Objekte von Inge Mahn (geb. 1943 in Teschen) sind oft großformatig, auf einfache geometrische Formen reduziert und weisen eine gewisse Nähe zur Minimal Art auf. Die Oberflächen der Quader, Bögen, Kugeln und Säulen sind aber keineswegs perfekt, sondern rau, unregelmäßig und von durchgehend weißer Gestalt, denn das bevorzugte Material von Inge Mahn ist Gips. Die Form der Objekte bezieht sich auf Elemente der umgebenden Architektur, adaptiert diese und transformiert sie in eine neue  künstlerische Sprache. Anders als die zitierten Vorlagen, sind die Objekte von Inge Mahn aber nicht benutzbar und die fragilen Oberflächen weisen rasch Spuren ihrer materialbedingten Verletzlichkeit auf.

Inge Mahn studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin von Joseph Beuys. Als Professorin für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und an der  Kunsthochschule Berlin-Weißensee hat sie zahlreiche Gegenwartskünstler geprägt. Inge Mahn lebt und arbeitet in Berlin und in Groß Fredenwalde (Uckermark).