Picasso und Kubismus

Pablo Picasso, Frau vor dem Spiegel, 1937, Öl auf Leinwand, 130 x 195 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Wesfalen, © Sucession Picasso/ VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Pablo Picasso, Frau vor dem Spiegel, 1937, Öl auf Leinwand, 130 x 195 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Wesfalen, © Sucession Picasso/ VG Bild-Kunst, Bonn 2010
 

Zu den Werkgruppen einzelner Künstler gehören zwölf Arbeiten von Pablo Picasso (1881 – 1973), die fast alle wichtigen Schaffensphasen des Künstlers umfassen. Jedes Stück bildet auf seine Weise einen Höhepunkt der Sammlung und belegt die Vielfalt Picassos, seine stilistische Experimentierfreude und unerschöpfliche gestalterische Fabulierkunst.

Das kubistische Bildnis Portrait de Fernande (1909), das steile Hochformat Fenêtre ouverte (1919) in sehr freiem, den Kubismus paraphrasierendem Stil sowie die monumentale Darstellung von zwei Akten in Deux femmes nues assises (1920) sind bemerkenswert. Auch das von einer heiter melancholischen Atmosphäre bestimmte Gemälde Femme au miroir (Femme accroupie) (1937) oder die hoheitsvolle Jacqueline in Grand profil (1963), ein unumstrittenes Meisterwerk aus Picassos letzter Schaffensphase, sind in der Kunstsammlung gemeinsam präsent.

Zu den thematischen Schwerpunkten des Kubismus in der Kunstsammlung gehören Werke unter anderem von Pablo Picasso, Fernand Léger, Juan Gris und Georges Braque. Das Gemälde Nature morte, harpe et violon (1911) von Braque gilt als ein herausragendes Beispiel der analytischen Phase dieser Stilrichtung, es war eine der ersten Erwerbungen für die junge Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im Jahr 1962.