Paul Klee

Paul Klee, Kleinode, 1937, Pastell auf Baumwolle, auf Jute, Umrandung mit Kleisterfarbe, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Paul Klee, Kleinode, 1937, Pastell auf Baumwolle, auf Jute, Umrandung mit Kleisterfarbe, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Aktuelle Klee-Präsentation
K20 Grabbeplatz, 2. Obergeschoss

Als Querschnitt durch die umfangreiche Kollektion mit Werken Paul
Klees der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist eine Auswahl des
bedeutenden Künstlers im K20 Grabbeplatz zu sehen.

Hier reicht die Palette von der frühen "Federpflanze" (1919) über das "Kamel (in rhythm. Baumlandschaft)" von 1920 bis zu seinen späten Gemälden "heroische Rosen" und "Dame und Mode" von 1938. Auch die Arbeiten auf Papier spannen den Bogen von dem bedeutenden frühen Aquarell "Erinnerung an einen Garten" 1914 bis zu dem Großformat hat "Kopf, Hand, Fuss und Herz" aus dem Jahr 1930.


Sammlung Online

Alle Werke Paul Klees aus der Sammlung sind außerdem in unserer Sammlung Online zu finden.

MEHR

 

Ein Überblick über die Kollektion der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen muss bei den Arbeiten von Paul Klee (1879 -1940) beginnen. Die zunächst 88 Werke bilden den Grundstock der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Sie gehörten ursprünglich einem Privatsammler aus dem amerikanischen Pittsburgh. Für die vom Land Nordrhein-Westfalen angekauften Gemälde, Zeichnungen und farbigen Arbeiten auf Papier wurden 6 Millionen D-Mark gezahlt, eine Summe, die damals zwar hoch erschien, heute jedoch als lächerlich gering betrachtet werden muss. Die Auswahl umfasste hervorragende Stücke wie Der L=Platz im Bau (1923), schwarzer Fürst (1927), Gezeichneter (1935) und heroische Rosen (1938).

Weitere wichtige Gemälde, wie zum Beispiel Kamel (in rhythm. Baumlandschaft) (1920), eines der ersten Werke, die Klee in Öl ausführte, wurden in den folgenden Jahren dazu erworben. Durch den Kauf von Rote u. weisse Kuppeln (1914) oder Erinnerung an einen Garten (1914) lässt sich die wichtige Werkphase repräsentieren, während Klee im Zusammenhang mit seiner Reise nach Tunesien zur farbigen Gestaltung fand. Weitere bedeutende Ergänzungen bestanden in Zeichnungen wie scharfes Wort (1940), die in der reduzierten, linearen und spröden Formensprache der letzten Schaffensjahre entstanden sind.

Die heute 101 Werke umfassende Klee-Sammlung vermittelt einen einzigartigen Einblick in die nahezu unerschöpfliche Kreativität dieses Künstlers. In seinem Werk reflektierte Klee sensibel und mit scharfem analytischem Blick die Ereignisse seiner Zeit und erschuf einen künstlerischen Kosmos, in dem sich Tragikomik, Leichtigkeit, Ernst, Ironie, Spiel und Kalkül vereinen.

Erstmals wurden in der Ausstellung 100 x Paul Klee - Geschichte der Bilder" (K21 Ständehaus,29.09.2012 - 21.04.2013) alle Werke gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand nicht nur das Schaffen Klees, sondern auch die oft wechselvolle Geschichte dieser Bilder.