Surrealismus

René Magritte, das Vergnügen, 1927, Öl auf Leinwand, 74 x 98 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
René Magritte, das Vergnügen, 1927, Öl auf Leinwand, 74 x 98 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
 

Ein weiterer wichtiger Fokus der Kunstsammlung liegt auf der „Pittura Metafisica“ mit Gemälden von Giorgio de Chirico (1888–1978) sowie auf den Arbeiten des Surrealismus.

Eines der sechs Werke von Max Ernst (1891–1976) ist das Wandbild Au premier mot limpide (1923), das der Künstler während seines Aufenthaltes im Haus des Dichters Paul Éluard und seiner Frau Gala in dem kleinen Ort Eaubonne bei Paris als Dekoration einer Wand im Schlafzimmer schuf. In den 1990er Jahren gelang es, sieben Skulpturen von Max Ernst zu erwerben, die das Collage-Prinzip des Künstlers kreativ und humorvoll vor Augen führen. Der besondere Reiz der Plastiken liegt in der Lebendigkeit des fragilen Materials: Es sind die Originale in Gips, die als Vorlagen für die Vervielfältigun­gen in Bronze dienten.

Weitere Höhepunkte der surrealistischen Malerei sind fünf Werke von René Magritte (1898–1967), vier Arbeiten von Joan Miró (1893–1983) sowie zwei Gemälde von Salvador Dalí (1904–1989). Dieser führte Le cabinet anthropomorphique von 1936 im Stil der Alten Meister und auf einer empfindlichen Holztafel aus. Eine Plastik von Alexander Calder, ein sogenanntes Stabile-Mobile von 1937, flankiert die Auswahl. Die eigenwillige Formensprache ist sowohl Joan Mirós abstrakt-surrealistischen Werken als auch den strengen Gestaltungsprinzipien von Piet Mondrian verpflichtet.