Vorschau

2017

Otto Dix – Der böse Blick

K20 Grabbeplatz
11.02. – 14.05.2017

Otto Dix verbrachte ab 1922 explosive Schaffensjahre in Düsseldorf. Er entwickelte während dieser Zeit eine kritische Handschrift, die ihn in der Kunst des 20. Jahrhunderts unverkennbar macht. Dieser künstlerisch wie menschlich prägenden Phase ist die Ausstellung gewidmet. Gezeigt werden etwa 120 Gemälde, Aquarelle und Grafiken aus nationalen und internationalen Sammlungen.

 

"Wolke & Kristall".
Die Sammlung Dorothee und Konrad Fischer

K20 Grabbeplatz
24.09.2016 – 08.01.2017

Mit der Ausstellung "Wolke & Kristall". Die Sammlung Dorothee und Konrad Fischer feiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen den Erwerb der Sammlung des berühmten Düsseldorfer Galeristenpaares Dorothee und Konrad Fischer. Ganz entscheidend ergänzt die Kunstsammlung damit ihren bisherigen Bestand an Gemälden der US-Nachkriegskunst um epochale Werke der Concept Art
und der Minimal Art.

Konrad Fischer, zunächst als Künstler tätig, eröffnete 1967 gemeinsam mit seiner Frau Dorothee eine Galerie in der Düsseldorfer Altstadt. Als einer der ersten Galeristen in Europa interessierte er sich  konsequent für die aktuelle Kunst seiner Zeit. Zu Recht gilt er somit als Wegbereiter der Konzeptkunst, machte er doch seinen Ausstellungsraum zum Treffpunkt von Künstlern und Sammlern aus aller Welt.  Damit katapultierte er Düsseldorf an die Spitze der Avantgarde jener Jahre. Die Sammlung Dorothee und  Konrad Fischer zeugt von den vielfältigen Aktivitäten der beiden Galeristen bis in die Gegenwart. Viele Werke im Konvolut sind aufgrund ihres freundschaftlichen Verhältnisses zu den Künstlerinnen und Künstlern entstanden.

Die auf die Sinne und Emotionen zielende Malerei eines Jackson Pollock oder Robert Rauschenberg trifft in dieser Ausstellung – und künftig in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen – auf die "spröden" Werke konzeptueller Kunst. Damit wird deutlich, dass parallel zu den gesellschaftlichen Veränderungen der Zeit um 1968 auch in den schöpferischen Formen ein radikaler Umbruch stattfand. Neben die avancierten  Positionen der Malerei trat eine Kunst, die der subjektiven malerischen Geste das Konzeptuelle, die Idee entgegensetzte – als gültiges Kunstwerk, ohne in einem Objekt materialisiert zu sein.

Carl Andre, Daniel Buren, Dan Flavin, On Kawara, Sol LeWitt, Bruce Nauman und viele andere in der  Sammlung Fischer verzichten auf die eigene künstlerische Handschrift und arbeiten mit Zeichnung, Schrift,  Fotografie, Dokumenten oder industriell gefertigten Materialien. Arbeiten von Hanne Darboven, Jan  Dibbets, Gilbert & George oder Lawrence Weiner führen vor Augen, wie ausschließlich Idee und Konzept ein Werk ausmachen können. Lothar Baumgarten sowie Bernd und Hilla Becher oder die italienischen Arte  Povera-Künstler wie Jannis Kounellis, Mario Merz und Giuseppe Penone leisten außergewöhnliche Beiträge zur Kunst ihrer Zeit. Gregor Schneider, Thomas Schütte oder Paloma Varga Weisz schreiben die Entwicklung der Installationskunst bis in die Gegenwart fort.

 

Die Erwerbung der Sammlung Fischer ist ein außergewöhnliches Ereignis für die Kunstszene im Westen, das mit dieser Ausstellung gewürdigt wird.

Für die großzügige finanzielle Hilfe beim Erwerb der Sammlung Dorothee und Konrad Fischer dankt die Kunstsammlung NRW der Familie Fischer, Jann Beyen sowie weiteren privaten Förderern und folgenden Institutionen: Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Kulturstiftung der Länder, Kunststiftung NRW, Ernst von Siemens Kunststiftung sowie der Gesellschaft der Freunde der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Die Ausstellung wird unterstützt von der Terra Foundation for American Art.

Das Bildungsprogramm zur Ausstellung wird gefördert durch die Provinzial Rheinland Versicherungen.

Unternehmenspartner: Breuninger, Medienpartner: Handelsblatt
Gefördert von Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport.