K21

Lutz Bacher, Hair, 2010

Lutz Bacher
What's love got to do with it

07.09.2018 - 06.01.2019
K21 Ständehaus (Bel Etage)

Die US-amerikanische Künstlerin Lutz Bacher, die ihre Identität seit Beginn ihrer Laufbahn hinter einem irreführenden männlichen Pseudonym verbirgt, arbeitet konzeptuell in verschiedenen Medien. Seit den 1970er Jahren stützt sich die aus Kalifornien (Berkeley) stammende und in New York lebende Künstlerin in ihren Arbeiten auf Fundobjekte und Bildmaterial der Populärkultur. Auszüge aus Groschenromanen, Pornoheften, Ratgeberliteratur und Paparazzi-Fotos finden ebenso Eingang in ihre Werke wie ausrangierte Objekte der Warenwelt. Durch Neuordnungen, Verzerrungen und Entfremdung dekonstruiert die Künstlerin scheinbar vertraute Bildwelten und entlarvt sie als mediale Fiktionen. Fragen der Identität, des menschlichen Körpers sowie die Auseinandersetzung mit Macht und Sexualität stehen dabei im Zentrum. In ihrer ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen frühe und aktuelle Arbeiten aus Bachers mittlerweile vier Jahrzehnte umfassenden OEuvre.

K21

Foto: Katja Illner

K21 Sammlung

ab 07.09.2018
K21 Ständehaus

Nach einer Schließzeit im Sommer wird K21 als rundumerneuertes Museum für Gegenwartskunst der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen am 6. September wiedereröffnet. Die Sammlungspräsentation im 2. und 3. Obergeschoss zeigt Kunst seit den späten 1980er Jahren (Marina Abramović, Paul McCarthy, Robert Gober, Maria Lassnig, Manfred Pernice, Rosemarie Trockel, Thomas Ruff, Thomas Schütte, Wael Shawky, Ana Torfs und viele mehr). Nach einer umfassenden Restaurierung ist Reinhard Muchas Schlüsselwerk "Das Deutschlandgerät" wieder zu sehen und in der Bel Etage findet die Ausstellung der geheimnisumwobenen US-amerikanischen Künstlerin Lutz Bacher statt. Das 1. Obergeschoss wird zu einem offenen Ort der Vertiefung und des Austauschs. Hier wird unter anderem das Archiv von Dorothee und Konrad Fischer dauerhaft eingerichtet.

K21

Cao Fei, Haze and Fog, 2013, Courtesy the artist and Vitamin Creative Space

Cao Fei        

06.10.2018 – 13.01.2019
K21 Ständehaus

Das K21 präsentiert die erste umfassende Ausstellung der in Peking lebenden Künstlerin Cao Fei in Deutschland. Die gezeigten Videos, Fotografien und Multimedia-Installationen dieser Pionierin der Post-Internet-Generation repräsentieren ihr gesamtes künstlerisches Schaffen. An der Schwelle zwischen Realität und Fiktion reflektieren ihre Projekte die gesellschaftliche und urbane Situation Chinas, die von ständigen, massiven Veränderungen geprägt ist. Dafür schöpft Cao Fei (*1978) aus ihrem persönlichen lokalen Umfeld in Peking und integriert aber ebenso traditionelle, chinesische Rituale in ihre Arbeiten. Visuell zwischen Dok-, Film- und Virtual-Reality-Ästhetik variierend, bedient sie sich der neusten digitalen Medien für ihre Kunstwerke.

In Kooperation mit dem MoMA PS1, New York, und der Julia Stoschek Collection, Düsseldorf/Berlin.

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K20

Lasar Segall, Encontro, ca. 1924, Acervo Museu Lasar Segall – IBRAM/MinC, © Museu Lasar Segall

museum global.
Mikrogeschichten einer
ex-zentrischen Moderne         

10.11.2018 – 10.03.2019
K20 Grabbeplatz

Ausgehend von einer kritischen Beschäftigung mit der eigenen Sammlung konzentriert sich das Forschungs- und Ausstellungsprojekt museum global der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen auf ausgewählte Beispiele einer transkulturellen Moderne jenseits des westlichen Kanons. Mit Mikrogeschichten aus Japan, Brasilien, Mexiko, China, Indien, dem Libanon oder Nigeria (1910 bis 1960) hinterfragt das Museum nicht nur eine eurozentrische Kunstgeschichte, sondern auch seine eigenen Perspektiven. Über ein lebendiges Forum öffnet es sich zur Stadtgesellschaft und initiiert den Dialog zwischen diversen Communities, Kunst, Wissenschaft und Forschung.

Das Forschungsprojekt und die Ausstellung werden von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

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Schmela Haus

Schmela Haus, Mutter-Ey-Straße 3, Foto: Achim Kukulies

Alfred Schmela zum 100. Geburtstag

24.11.2018 – 20.01.2019
Schmela Haus

Am 23. November 2018 hätte der berühmte Düsseldorfer Galerist Alfred Schmela seinen 100. Geburtstag
gefeiert. Aus diesem Anlass veranstaltet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen eine Ausstellung, die das weit verzweigte Netzwerk dieses Pioniers der rheinländischen Kunstszene sichtbar macht. Das architektonisch prägnante, von Aldo van Eyck geplante, 1971 eröffnete Galeriegebäude in der Düsseldorfer Altstadt – heute einer der drei Standorte der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen – wird zum Schauplatz der von der Kuratorin und Enkelin des Galeristen Lena Brüning zusammengestellten Schau: Ausgewählte Werke renommierter Künstler, mit denen Schmela bereits zu Beginn ihrer Karrieren zusammenarbeitete, werden gemeinsam mit dokumentarischem Material präsentiert. Die Ausstellung bildet das internationale Spektrum des Galerieprogramms ab und fokussiert jene zentralen Akteure und Strömungen der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – u.a. Joseph Beuys, Nouveau Réalisme, Pop Art, ZERO – zu deren Verbreitung und Erfolg Alfred Schmela wesentlich beitrug.