Vorschau

Ausstellungen und Projekte der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2015

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K21 Ständehaus

Künstlerräume im K21

Eine fast einmalige Situation in der internationalen Kunstwelt: Ausgewählte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler haben  die Gelegenheit, ihren Raum im Museum zu gestalten. Die Räume sind so unterschiedlich, wie die Wirklichkeit selbst. Sie  wechseln regelmäßig und halten für den Besucher intensive Begegnungen mit der zeitgenössischen Kunst bereit.

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F3 Schmela Haus
Jeden Donnerstagabend
19.00 Uhr

(außer Sommer- und Weihnachtsferien)

Futur 3: Annäherung an die ungekannte Zukunft.

Ein Programm im Schmela Haus

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Miró –
Malerei als Poesie

K20 Grabbeplatz
13.06 – 27.09.2015

Joan Miró (1893 – 1983) zählt zu den innovativsten und beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Nur wenig bekannt ist sein lebenslanges Interesse an der Literatur und der Poesie. Erstmals beleuchtet die Ausstellung im K20 umfassend  Mirós Verhältnis zur Dichtung und zeigt sein Werk aus neuen Blickwinkeln. Miró war ein passionierter Leser, der sowohl  den Klassikern der Weltliteratur wie auch den jüngsten avantgardistischen Positionen zugeneigt war. Die Lektüre beflügelte seine künstlerische Fantasie.

Mit seinem Umzug von Barcelona nach Paris 1920 fand er Aufnahme in die vom Dadaismus geprägten literarischen Zirkel.  Einige der bedeutendsten Dichter des 20. Jahrhunderts, wie Paul Éluard, Tristan Tzara, Michel Leiris oder André Breton, wurden seine Freunde. Miró fühlte sich von der Dichtung stärker beeinflusst als von der zeitgenössischen Malerei und verstand sich selbst als "Malerdichter", der keinerlei Unterschied zwischen den Künsten machte. Mitte der 1920er Jahre entwickelte er in seiner Serie von "Bild-Gedichten" eine spezifische malerische Methode, in der Bilder und Worte vieldeutige Verbindungen auf den Leinwänden eingehen. Zunehmend näherte sich seine Bildsprache dem Zeichenhaften.
So wie sich Miró von der Literatur inspirieren ließ, gaben seine Werke wiederum den Dichtern seiner Zeit kreative Impulse. Es entstanden zahlreiche Gemeinschaftsprojekte mit seinen Schriftstellerfreunden, die in aufwendig gestalteten Künstlerbüchern Ausdruck fanden.

Eine Ausstellung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und des Bucerius Kunst Forums, Hamburg.

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THE PROBLEM OF GOD

K21 Ständehaus
26.09.2015 – 24.01.2016

Die Ausstellung zeigt, wie sich Formen und Zeichen der christlichen Bildsprache als Bestandteil des kollektiven Bild- und Textgedächtnisses vielschichtig und ambivalent in den Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler wiederfinden. Auffällig viele Arbeiten widersetzen sich dabei einer einfachen Lesart. Vielmehr entfalten sie komplexe Geschichten und Bilder, die sich differenziert und hintergründig mit christlichen Motiven, Themen oder Fragestellungen auseinandersetzen.

Schon seit einigen Jahren ist von einer Wiederkehr des Religiösen die Rede. Dass sich auch Künstlerinnen und Künstler mit Religion beschäftigen und Aspekte des Religiösen kritisch reflektieren, mag verschiedene Ursachen haben. In der Politik und den Medien ist das Thema Religion derzeit allgegenwärtig, weniger jedoch unter theologischen Gesichtspunkten als in seiner gesellschaftspolitischen Brisanz. Zudem bestimmen ethische Werte des Christentums – jenseits der Institution Kirche –  zahllose Betrachtungsweisen in unserer Gesellschaft. Der Fokus der Ausstellung richtet sich auf Arbeiten, die zwar auf  christliche Bilder oder Themenfelder Bezug nehmen, diese jedoch reflektieren, transformieren und in neue inhaltliche wie bildästhetische Zusammenhänge überführen.

Konzentriert auf die Kunst der vergangenen 25 Jahre, vereint THE PROBLEM OF GOD Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen,  Fotografien, Video- und Filmarbeiten sowie komplexe, zum Teil eigens für diese Ausstellung geschaffene Rauminstallationen.
Ausgewählte Werke markieren exemplarisch zentrale Positionen der Kunstgeschichte der Jahre von 1950 bis 1980, und sind  zugleich wichtige Referenzpunkte für die zeitgenössische Kunst.

Mit Arbeiten von u.a. Francis Alÿs, Michaël Borremans, Harun Farocki, Rosemberg Sandoval, Georges Adéagbo, Pavel Büchler, Paul Chan, Douglas Gordon, Kris Martin, Little Warsaw, Eija-Liisa Ahtila, Andrea Büttner, Tacita Dean, Katharina Fritsch, Katarzyna Kozyra, Thomas Locher, Flavio de Carvalho, Andrew Esiebo, Aernot Mik, Boris Mikhailov und Santu Mofokeng. 

Eine Ausstellung im Programm von: Freude Trauer Angst Hoffnung, dem Kunstprojekt der Katholischen Kirche 2015.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und den Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V.


Agnes Martin.
Eine Retrospektive

K20 Grabbeplatz
07.11.2015 – 06.03.2016

Mit der Retrospektive mit Gemälden und Zeichnungen von Agnes Martin (1912 – 2004) würdigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen eine außergewöhnliche Malerin, deren Schaffen seit den 1960er-Jahren international wahrgenommen und hoch geschätzt wird. Es ist ein der Abstraktion verpflichtetes Werk der leisen Töne, entwickelt im Umfeld von Abstraktem Expressionismus und minimalistischen Tendenzen. Ihr künstlerisches Vokabular basiert auf horizontalen und vertikalen Linien, die die Fläche gitterartig strukturieren oder in Streifen gliedern, sowie auf matten, vibrierenden Oberflächen und zarten Farbtönen. Werke aus allen Schaffensphasen gewähren nun den tiefen Einblick in Agnes Martins Malerei, die den konzentrierten Betrachter mit außergewöhnlichen Seherlebnissen belohnt. 

Die Ausstellung wird organisiert von der Tate Modern in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, dem Los Angeles County Museum of Art und dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York.


 

Wiebke Siem im LABOR

K20 Grabbeplatz, Labor
09.2015 – 01.2016

Die Bildhauerin Wiebke Siem entwickelt für das LABOR eine interaktive Installation, die im Zusammenhang mit der Sammlung im
K20 steht. Das Werk der Trägerin des Goslarer Kaiserrings (2014) setzt sich in ironischen Brechungen und aus weiblicher  Perspektive mit der künstlerischen Moderne auseinander, vor deren Hintergrund sie eine ganz eigene Position findet. Die Rolle  der Kunst und ihre Bezüge zur Nichtkunst, die Verwandlung des Vertrauten in Fremdes sowie Formen des Sammelns und Präsentierens gehören zu den wesentlichen Aspekten ihrer Arbeit.