Vorschau

Foto: Jens Willebrand

Ausstellungen und Projekte der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2015

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K21 Ständehaus

Künstlerräume im K21

Eine fast einmalige Situation in der internationalen Kunstwelt: Ausgewählte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler haben  die Gelegenheit, ihren Raum im Museum zu gestalten. Die Räume sind so unterschiedlich, wie die Wirklichkeit selbst. Sie  wechseln regelmäßig und halten für den Besucher intensive Begegnungen mit der zeitgenössischen Kunst bereit.

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F3 Schmela Haus
Jeden Donnerstagabend
19.00 Uhr

(außer Sommer- und Weihnachtsferien)

Futur 3: Annäherung an die ungekannte Zukunft.

Ein Programm im Schmela Haus

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2015

K21 Ständehaus
09.05. – 30.08.2015

Imi Knoebel – Malewitsch zu Ehren

Der in Düsseldorf lebende Künstler Imi Knoebel (geb. 1941) zählt zu den international wichtigsten deutschen Vertretern der konzeptuellen Minimal Art. Als er 1965 zusammen mit Imi Giese in die Klasse von Joseph Beuys an der  Kunstakademie wechselte, fand er im Werk des russischen Suprematisten Kasimir Malewitsch und insbesondere in dessen berühmtem Schwarzen Quadrat eine Antwort auf künstlerische Fragen der Abstraktion.

Nach einer Serie von schwarz-weißen Linienbildern und projizierten Lichtbildern begann Knoebel unter dem Einfluss von  Malewitsch mit Kombinationen farbiger Rechteckformate. Bis heute bestimmt der minimalistische Ansatz des  Suprematisten Imi Knoebels Werk. In der Bel Etage des K21 entwickelt der Künstler ein dialogisches Zusammenspiel von neuen Wand- und Raumarbeiten mit Werken von Kasimir Malewitsch.


K20 Grabbeplatz
13.06 – 27.09.2015

Miró –
Malerei als Poesie

Joan Miró (1893 – 1983) zählt zu den innovativsten und beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Nur wenig bekannt ist sein lebenslanges Interesse an der Literatur und der Poesie. Erstmals beleuchtet die Ausstellung im K20 umfassend  Mirós Verhältnis zur Dichtung und zeigt sein Werk aus neuen Blickwinkeln. Miró war ein passionierter Leser, der sowohl  den Klassikern der Weltliteratur wie auch den jüngsten avantgardistischen Positionen zugeneigt war. Die Lektüre beflügelte seine künstlerische Fantasie.

Mit seinem Umzug von Barcelona nach Paris 1920 fand er Aufnahme in die vom Dadaismus geprägten literarischen Zirkel.  Einige der bedeutendsten Dichter des 20. Jahrhunderts, wie Paul Éluard, Tristan Tzara, Michel Leiris oder André Breton, wurden seine Freunde. Miró fühlte sich von der Dichtung stärker beeinflusst als von der zeitgenössischen Malerei und verstand sich selbst als "Malerdichter", der keinerlei Unterschied zwischen den Künsten machte. Mitte der 1920er Jahre entwickelte er in seiner Serie von "Bild-Gedichten" eine spezifische malerische Methode, in der Bilder und Worte vieldeutige Verbindungen auf den Leinwänden eingehen. Zunehmend näherte sich seine Bildsprache dem Zeichenhaften.
So wie sich Miró von der Literatur inspirieren ließ, gaben seine Werke wiederum den Dichtern seiner Zeit kreative Impulse. Es entstanden zahlreiche Gemeinschaftsprojekte mit seinen Schriftstellerfreunden, die in aufwendig gestalteten Künstlerbüchern Ausdruck fanden.

Eine Ausstellung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und des Bucerius Kunst Forums, Hamburg.


K21 Ständehaus
26.09.2015 – 24.01.2016

THE PROBLEM OF GOD

Die Ausstellung zeigt Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf vielfältige Weise mit christlichen Motiven, Themen oder Fragestellungen auseinandersetzen. Elemente der christlichen Ikonografie als Bestandteil des kollektiven Bild- und Textgedächtnisses finden sich vielschichtig und ambivalent in zeitgenössischen Kunstwerken wieder. Die verhandelten Themen reichen von existentiellen Grundfragen des Lebens über eine humorvoll kritische Beschäftigung mit Aspekten von Religion und Glauben bis hin zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen.


K20 Grabbeplatz
07.11.2015 – 02.2016

Agnes Martin.
Eine Retrospektive

Diese Retrospektive mit Gemälden und Zeichnungen von Agnes Martin (1912 – 2004) würdigt das künstlerische Schaffen einer der bemerkenswertesten Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Von den Experimenten der 1950er Jahre bis hin zum reifen Spätwerk ist es ein der Abstraktion verpflichtetes Werk der leisen Töne, entwickelt im Umfeld des Abstrakten Expressionismus und der minimalistischen Tendenzen. Die von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit Tate Modern, London, dem LACMA, Los Angeles, und dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York, organisierte Ausstellung ermöglicht einen tiefen Einblick in Agnes Martins malerisches Werk und garantiert außergewöhnliche Seherlebnisse.


K20 Grabbeplatz, Labor
09.2015 – 01.2016

Wiebke Siem im LABOR

Die Bildhauerin Wiebke Siem entwickelt für das LABOR eine interaktive Installation, die im Zusammenhang mit der Sammlung im
K20 steht. Das Werk der Trägerin des Goslarer Kaiserrings (2014) setzt sich in ironischen Brechungen und aus weiblicher  Perspektive mit der künstlerischen Moderne auseinander, vor deren Hintergrund sie eine ganz eigene Position findet. Die Rolle  der Kunst und ihre Bezüge zur Nichtkunst, die Verwandlung des Vertrauten in Fremdes sowie Formen des Sammelns und Präsentierens gehören zu den wesentlichen Aspekten ihrer Arbeit.