Günther Uecker

© VG Bild-Kunst, Bonn 2015, Foto: Herbert Koller

Die Installation Briefe an einen Unbekannten wird gemeinsam mit der Ausstellung UECKER am 6. Februar 2015, um 19.00 Uhr, im K20 Grabbeplatz eröffnet.

 

Briefe an einen Unbekannten

07.02. – 28.06.2015
K20 Grabbeplatz, Labor

Schreiben ist im Werk von Günther Uecker von essenzieller Bedeutung. Die Schrift als sprachlicher Ausdruck steht bei ihm oftmals gleichberechtigt neben seinen bildkünstlerischen Arbeiten. Dabei nehmen Ueckers „Briefe“ wie etwa die Installation Brief an Peking von 1994 eine besondere Stellung ein: Auf 19 bemalten und beschriebenen Leintüchern, die wie Wäsche an Leinen hängen, manifestiert sich Ueckers Blick auf China.

Anlässlich seiner großen Ausstellung im K20 Grabbeplatz hat Uecker eine neue Arbeit für das „Labor“ entwickelt, welche die Besucher einlädt, Briefe an einen Unbekannten zu schreiben und diese an den vor Ort verspannten Seilen aufzuhängen. Hier können Reflexionen zum Ausstellungsbesuch ebenso ihren Niederschlag finden wie poetische Gedanken oder gesellschaftliche Fragestellungen.

Das Medium des Briefes ist auf Dialog hin angelegt. Im „Labor“ vollzieht sich dieses Zwiegespräch als offener, geschriebener oder gezeichneter Gedankenaustausch zwischen den einzelnen Besuchern.

Das „Labor“ wendet sich in besonderer Weise an die Museumsbesucher: Es lädt dazu ein, sich selbstbestimmt mit der Kunst auseinanderzusetzen. Zwei Mal jährlich lädt die Kunstsammlung zeitgenössische Künstler ein, sich in eigens für diesen Raum konzipierten Präsentationen mit der der Situation der Besucher und den Werken und der Geschichte der Kunstsammlung auseinanderzusetzen. Dem Publikum soll die Möglichkeit eröffnet werden, anstelle einer rein rezeptiven Haltung gegenüber den Werken eine aktivere Rolle wahrzunehmen und sich der Kunst auch auf der Grundlage eigenen Handelns zu nähern. 

Das Labor wird gefördert durch die Stadtsparkasse Düsseldorf und die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland