Zilvinas Kempinas

Studio Zilvinas Kempinas, 2013, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Zilvinas Kempinas

DARKROOM

Für die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen hat Kempinas eine neue Installation geschaffen, bei der – in rotes Licht getaucht – Objekte und Strukturen wie Bilder in der Dunkelkammer eines alten Fotografen erscheinen. Die Assoziation verweist auf einen Zustand zwischen Auflösung im Licht und Materialisierung an einem geheimnisvollen Ort. Die Klarheit der Formen aus Aluminium und Videobändern verbindet sich mit irritierenden Erfahrungen.

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Dingfest

"Dingfest": Hände betasten eine Skulptur von Leunora Salihu, Foto: Wilfried Meyer

Tastbare Skulpturen

"... wie die Malerei durch das Auge, so sollte die Plastik durch die Hand als etwas Abtastbares wahrgenommen werden können", postulierte Ewald Mataré 1928. Parallel zur Ausstellung Die Bildhauer. Kunstakademie Düsseldorf, 1945 bis heute lädt das Labor zum Berühren ausgewählter Skulpturen von Hede Bühl, Tony Cragg, Hubert Kiecol, Ewald Mataré, Wilhelm Mundt und Leunora Salihu ein. Denn besonders plastische Werke fordern aufgrund ihrer Formgebung sowie ihrer Material- und Oberflächenbeschaffenheit oft geradezu dazu heraus, sie durch Ertasten zu erkunden – ein Reiz, dem man in Museen aus konservatorischen Gründen in der Regel nicht folgen darf.

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Tómas Saraceno

Labor Tómas Saraceno, Foto: Achim Kukulies, © Tomás Saraceno

Mit seinen "realisierbaren Utopien" eines Städtebaus der Zukunft trotzt der argentinische Künstler Tomás Saraceno traditionellen Vorstellungen von Raum, Zeit und Schwerkraft. Seine Arbeiten bewegen sich an den Schnittstellen von Kunst und Architektur, Ingenieurwesen, Natur- und Sozialwissenschaft. Inspiriert von visionären Vordenkern wie Yona Friedman und Buckminster Fullers entwirft er Cloud Cities – schwebende Zellstädte, die sich wie Wolken zu immer neuen Strukturen formieren und ein alternatives, nachhaltiges Lebensumfeld jenseits territorialer Beschränkungen bieten sollen.

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Thomas Struth

Thomas Struth, Paradise 9, Xi Shuang Banna, China, 1999, (Detail), Chromogener Abzug, 269,4 × 339,4 cm © Thomas Struth 2010/11

in Kooperation mit Frank Bungarten

Musik

Parallel zur Ausstellung Thomas Struth - Fotografien 1978-2010 präsentierte der Künstler in Kooperation mit dem Gitarristen Frank Bungarten Musik im Labor, dem Ausstellungsraum der Abteilung Bildung. Das Projekt bildete einen anregenden akustischen Kontrast zu den vielfältigen visuellen Eindrücken, die die Besucher beim Ausstellungsrundgang erfahren haben.

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Karin Sander

Karin Sander, Museumsbesucher 1:8, Installation im Labor der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010, Foto: Achim Kukulies

Museumsbesucher 1:8

3D Bodyscans der lebenden Personen

Mit der Wiedereröffnung des K20 Grabbeplatz wurde erstmals das Labor, neuer Ausstellungsraum der Abteilung Bildung, in Betrieb genommen. Den Auftakt der Ausstellungsreihe mit zeitgenössischen Künstlern, die sich mit dem Kontext des Museums und der Rolle der Besucher auseinandersetzen, machte die Künstlerin Karin Sander mit ihrem außergewöhnlichen Projekt der 3D Bodyscans.

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