Karin Sander

Karin Sander, Museumsbesucher 1:8, Installation im Labor der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010, Foto: Achim Kukulies

Museumsbesucher 1:8

3D Bodyscans der lebenden Personen

10.07.2010 bis 16.01.2011
K20 GRABBEPLATZ (Labor)

Mit der Wiedereröffnung des K20 Grabbeplatz wird erstmals das Labor, neuer Ausstellungsraum der Abteilung Bildung, in Betrieb genommen. Den Auftakt der Ausstellungsreihe mit zeitgenössischen Künstlern, die sich mit dem Kontext des Museums und der Rolle der Besucher auseinandersetzen, macht die Künstlerin Karin Sander mit ihrem außergewöhnlichen Projekt der 3D Bodyscans.

Karin Sander hebt die Grenze zwischen den Funktionen des Museums und eines Ateliers auf und verwandelt das Labor in eine Produktionsstätte, in deren Mittelpunkt das Publikum steht. Mit Hilfe eines eigenen 3D-Kamera-Aufnahmeverfahrens (Bodyscan) entstehen Gipsabbildungen der Besucher.

Durch Gestus, Pose und besondere Accessoires bestimmen sie die Gestalt ihrer Figuren selbst. Mit den Bodyscan-Figuren, die im Labor produziert und ausgestellt werden, macht Karin Sander nicht nur den Entstehungsprozess sichtbar, sondern führt dem Betrachter zugleich das eigene Abbild als Exponat vor Augen. Im Rahmen der Präsentationen kann, ja soll es zu einem partizipatorischen Wechselspiel bis hin zum Rollentausch zwischen Betrachter, Werk und Künstler kommen.

So ergibt sich ein durchaus beabsichtigter Perspektivwechsel inmitten der Meisterwerke der Klassischen Moderne.