Geschichte

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein

Das Land Nordrhein-Westfalen erwarb 1961 insgesamt 88 Werke Paul Klees, die das Fundament der Museumssammlung bilden. Gründungsdirektor Werner Schmalenbach baute in seiner Amtszeit (1962-1990) eine äußerst qualitätvolle Sammlung der klassischen Moderne auf und schuf damit die einzige auf moderne Kunst spezialisierte Landessammlung in Deutschland. Direktor Armin Zweite (1990-2007) erweiterte die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen um zahlreiche Werke der Gegenwartskunst sowie plastische Arbeiten. Seit September 2009 ist Marion Ackermann Direktorin der Kunstsammlung, die jüngst mit dem Schmela-Haus in der Düsseldorfer Altstadt ein drittes Standbein erhalten hat.

 

K20 GRABBEPLATZ

Der Bau der Kunstsammlung am Grabbeplatz mit seiner charakteristischen schwarzen Granitfassade feierte 1986 Eröffnung. Das Kopenhagener Architekturbüro Dissing + Weitling realisierte in der Tradition Arne Jacobsens einen noblen und zurückhaltenden Bau mit zeittypischen architektonischen Details, der der herausragenden Qualität der Kunstwerke den Vortritt lässt. Im Jahr 2008 wurde der Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt, der in der architektonischen Formsprache nahtlos an den Altbau anknüpft. Zusätzliche 2.000 m² in zwei stützenfreien Ausstellungshallen erweitern die gesamte Ausstellungsfläche auf mehr als 5.000 m² und ergänzen den zur Wiedereröffnung im Juli 2010 grundsanierten Bestandsbau auf ausstellungstechnisch hohem Niveau.


K21 STÄNDEHAUS

Als zweites Standbein der Kunstsammlung wurde im Frühjahr 2002 das Ständehaus am Kaiserteich, bis 1988 Sitz des nordrhein-westfälischen Landtages, für die moderne Kunst eröffnet. Vier Gebäudeflügel mit umlaufenden Arkadengängen umgeben den zentralen öffentlichen Platz des Hauses, eine weitläufige Piazza. Der kreative Umbau des Repräsentationsbaus im historistischen Stil (1876-80) durch die Münchener Architekten Kiessler + Partner schuf einen modernen Museumsbau mit einem eindrucksvollen gläsernen Kuppeldach, das die Ästhetik des Gebäudes bestimmt und zugleich einen großzügigen Skulpturengarten auf der obersten Etage überspannt. Die flexible Wechselausstellungshalle im Untergeschoss und die oberen Räume fassen insgesamt über 5.300 m² Ausstellungsfläche.

 

F3 SCHMELA HAUS

Das Schmela Haus bereichert als jüngste Dependance in der Mutter Ey-Straße 3 das Gebäudeensemble der Landessammlung. Der denkmalgeschützte Bau des niederländischen Architekten Aldo van Eyck (1918-1999) war bei Eröffnung 1971 das erste eigens zu diesem Zweck errichtete Galeriegebäude der Bundesrepublik. Seine verschachtelte Architektur aus markantem Bimsbetonstein auf fünf Etagen wurde nach Auszug der Galerie vom Land Nordrhein-Westfalen erworben. Für die Kunstsammlung als experimentelle Probebühne konzipiert, reagiert der Ort mit einem lebendigen Programm auf aktuelle Kunstentwicklungen. Premiere feierte im Winter 2009/2010 die Veranstaltungsreihe „Beuys ausstellen!“.