Pressemeldung: Die Künstler sollen krepieren – Kunstsammlung NRW ehrt polnisches „Universalgenie“ Tadeusz Kantor

In seiner polnischen Heimat galt der Künstler Tadeusz Kantor (1915-1990) als ein wahrhaftes „Universalgenie“. Dem Maler, Theaterregisseur, Kunsttheoretiker, Bühnenbildner und Aktionskünstler widmet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ein umfangreiches Filmprogramm. [...]

In seiner polnischen Heimat galt der Künstler Tadeusz Kantor (1915-1990) als ein wahrhaftes „Universalgenie“. Dem Maler, Theaterregisseur, Kunsttheoretiker, Bühnenbildner und Aktionskünstler widmet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ein umfangreiches Filmprogramm. Die Filmreihe TADEUSZ KANTOR. SPEKTAKEL, KUNST UND LEBEN zeigt den Künstler als Akteur seiner zahlreichen Happenings, der als immer präsentes Zentrum seiner Stücke im Vordergrund steht. Zum 100. Geburtstag Kantors ist das Filmprogramm vom 26. September bis zum 6. November im Auditorium des K20 am Grabbeplatz zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die ausgewählten Dokumentationen ebenso wie die Aufzeichnungen der mit dem Ensemble seines Theaters Cricot in zahlreichen Ländern realisierten Stücke zeichnen ein komplexes Bild Kantors: Im Focus seiner künstlerischen Arbeit, die unübersehbare Parallelen zum Schaffen von Joseph Beuys aufweist, steht der von den Gräueln der Geschichte gezeichnete Mensch. In seinen Spektakel entwirft Kantor eine utopische, freie oder sogar groteske Gegenwelt. Der Künstler feiert damit den Sieg des Lebens über die Mächte der Zerstörung.

Zu den täglich im K20 vorgeführten Dokumentationen gehört unter anderem Kantor ist da. Der polnische Regisseur, Maler und Verpackungskünstler, den Dietrich Mahlow 1968 für den Saarländischen Rundfunk realisiert hat. Im täglichen Wechsel sind fünf Spektakel Kantors zu sehen, die in den Jahren zwischen 1976 und – posthum – 1991 aufgezeichnet worden sind. Hierzu zählen seine legendären Werke wie Die Tote Klasse, Wielopole, Wielopole oder Die Künstler sollen krepieren.

Die Kunstausstellung DER EWIGE WANDERER. TADEUSZ KANTOR IN DEUTSCHLAND ist noch bis zum 11. Dezember 2015 im Polnischen Institut Düsseldorf zu sehen. Die Präsentation hat das Polnische Institut in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum der Kunst von Tadeusz Kantor CRICOTERIA in Krakau konzipiert. Sie beleuchtet besonders die Geschichte Kantors in Deutschland.


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