Pressemeldung: Beuys ist "Pate" - Schule und Kunstsammlung als Partner

Die Joseph-Beuys-Gesamtschule in Düsseldorf und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen sind Partner: Eine Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit haben die Verantwortlichen [...]

Die Joseph-Beuys-Gesamtschule in Düsseldorf und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen sind Partner: Eine Vereinbarung zu enger Zusammenarbeit haben die Verantwortlichen der Schule in der Siegburger Strasse sowie der Landessammlung unterzeichnet. „Pate“ der zunächst für ein Jahr vorgesehenen Kooperation ist natürlich der bedeutende Künstler Joseph Beuys (1921-1986). Der „Namenspatron“ der Gesamtschule, dem die Kunstsammlung noch bis zum 16. Januar in K20 am Grabbeplatz eine umfassende Ausstellung widmet, war symbolisch in Gestalt eines großen, von dem US-Maler Andy Warhol geschaffenen Porträts bei der Vertragsunterzeichnung am Freitag anwesend.

Durch die Partnerschaft zwischen der Kunstsammlung und der Schule sollen vor allem jüngere Besucher mit der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts vertraut werden. Deswegen wird jede Schulklasse, die am Kunstunterricht teilnimmt, einmal pro Schuljahr eine Ausstellung der Kunstsammlung besuchen, legt die Vereinbarung fest. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem das Lebenswerk von Beuys, das neben den Museumsbesuchen auch in intensiven, für die Schüler „maßgeschneiderten“ Unterrichts- und Projektreihen Thema ist. Für Schüler wie Lehrer ist der Besuch in der Kunstsammlung frei.

„Kultur ist nicht uncool“, sagte die künstlerische Direktorin der Landessammlung Marion Ackermann der Schülerdelegation bei der Vertragsunterzeichnung. „Wenn man einmal in ein Museum tief hineingeschaut hat, dann prägt das fürs Leben.“ Schuldirektorin Regine Brochhagen-Klein betonte, dass die Gesamtschule nicht nur dem Werk von Joseph Beuys, „sondern der Kunst allgemein besonders verpflichtet ist“.

Professionelle Hilfe bei der Gestaltung einer Wandzeitung als Aushang in der Schule mit Themen und Ankündigungen rund um Ausstellungen oder andere Museums-Themen bekommen die „Beuys-Schüler“ von Mitarbeitern der Abteilung Bildung der Kunstsammlung. Die Experten vom Grabbeplatz bieten Schülern und Lehrern der Gesamtschule bei der Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungsbesuchen, Projekten oder Unterrichtseinheiten zu Kunst-Themen Gespräche, Führungen oder Beratungen sowie Unterstützungen bei der Recherche an. Denkbar sind auch „backstage“-Führungen, bei denen die jungen Besucher sonst nicht öffentliche Bereiche hinter den Kulissen der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen sowie die verschiedenen Berufe im Museumsumfeld kennenlernen können.

Die Ausstellung bietet bis 16. Januar mit rund 300 Werken einen Überblick über das facettenreiche Werk des vor 25 Jahren gestorbenen Düsseldorfer Kunstprofessors. Im Mittelpunkt stehen zehn große Raum-Installationen von Beuys, die für diese Retrospektive teils erstmals ihren angestammten Platz in anderen Museen und Sammlungen verlassen haben. Bis Mitte Dezember hatten rund 70 000 Besucher die Ausstellung gesehen.