Pressemeldung: Freier Eintritt für Anwohner von Thomas Struths Düsseldorfer Straßen

„Straßenfest“ mit Struth: Alle Anwohner der zwölf Düsseldorfer Straßen, die als Motive des Künstlers Thomas Struth derzeit in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zu sehen sind, haben ab kommendem Samstag (28.5.) für drei Wochen freien Eintritt [...]

„Straßenfest“ mit Struth: Alle Anwohner der zwölf Düsseldorfer Straßen, die als Motive des Künstlers Thomas Struth derzeit in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zu sehen sind, haben ab kommendem Samstag (28.5.) für drei Wochen freien Eintritt in die Struth-Ausstellung in K20 Grabbeplatz.

Fast 50 000 Besucher haben bisher die Präsentation „Thomas Struth – Fotografien 1978-2010“ mit über 100 Bildern am Grabbeplatz gesehen: Auch ein ganzer Block von frühen, teils nie zuvor gezeigten Straßenszenen aus verschiedenen Düsseldorfer Stadtteilen ist dort ausgestellt. Nun können sich die Anwohner der Düsselstrasse, der Scheurenstrasse, der Friedenstrasse, der Wilhelm-Tell-Strasse, der Remscheider Strasse, der Friedrich-Ebert-Strasse, der Wagnerstrasse, der Sommerstrasse sowie der Stephanienstrasse, der Kirchfeldstrasse, der Klosterstrasse und der Planetenstrasse über Gratis-Tickets für die Kunstsammlung am Grabbeplatz freuen.

„Unsere Gäste müssen ihren Personalausweis an der Kasse vorzeigen und haben dann mit ihren Familien freien Eintritt“, lädt Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung, alle Anwohner der Straßen ein, die Struth mit seiner Kamera zwischen 1976 und 1980 zu Motiven seiner Kunst verwandelt hat. Noch bis zum 19.6. zeigt die Kunstsammlung die Retrospektive des Künstlers, der längst zu den international bedeutendsten Vertretern der deutschen Fotokunst gehört.  

Ganz bewusst unspektakulär hat Struth mit seiner Großformatkamera die Straßen in strenger Zentralsymmetrie festgehalten, wollte mit seinen schwarz-weißen Alltagsmotiven keine „Sehenswürdigkeiten“ abbilden. Um sogar Passanten auf den Bildern zu vermeiden, postierte er sein Stativ an Wochenenden auf die Mitte der Fahrbahn. „Damit wird für den Künstler die beliebige, menschenleere Straße selbst zum Motiv“, erklärt Ausstellungskuratorin Anette Kruszynski. Von Düsseldorf aus wird die bisher umfangreichste Ausstellung zum Werk von Thomas Struth nach London und Porto weiterwandern.