Pressemeldung: Mit über 80 000 Besuchern in die Endrunde

300 Beuys-Werke gratis bietet von Dienstag an die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. „Eintritt frei“ heißt es in der letzten Ausstellungswoche der großen Beuys-Retrospektive, die noch bis Sonntag (16.1.) in K20 am Grabbeplatz zu sehen ist. Bisher [...]

300 Beuys-Werke gratis bietet von Dienstag an die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. „Eintritt frei“ heißt es in der letzten Ausstellungswoche der großen Beuys-Retrospektive, die noch bis Sonntag (16.1.) in K20 am Grabbeplatz zu sehen ist. Bisher haben mehr als 80 000 Kunstfreunde die Schau Parallelprozesse besucht, die unter anderem mit zehn raumfüllenden Installationen den weltbekannten Düsseldorfer Kunstprofessor vorstellt. Ein Vierteljahrhundert nach dem Tod von Beuys habe die Kunstsammlung ganz das schwierige Werk des Künstlers in den Mittelpunkt gerückt und damit „mustergültig gezeigt, wie man Beuys nach Beuys ausstellen kann“. So urteilte das Kunstmagazin ART, für das Parallelprozesse der Ausstellungsfavorit des Jahres gewesen ist. Nicht nur viele deutsche Medien, auch Feuilletons und Fernsehanstalten von China und Korea bis Großbritannien, von Griechenland und Polen bis Frankreich haben über die Schau berichtet, die Mitte September als Teil des Düsseldorfer Quadriennale-Programms eröffnet worden war. Viele Kunstliebhaber nutzten einen eigens hergestellten Stadtplan als Wegweiser für den Spaziergang zu den Beuys-Stätten in der Düsseldorfer Innenstadt.

Allerdings gibt es für die K20-Besucher am Grabbeplatz ab Dienstag auch einen Wermutstropfen: Da nach dem Ende der Beuys-Ausstellung die ständige Sammlung der Landesgalerie erstmals auch in die obere Etage des Neubaus einziehen wird, müssen für die notwendigen Umbauten immer wieder einzelne Säle geschlossen werden. Dafür stehen dann aber voraussichtlich ab Anfang Februar zusätzlich rund 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung, wo unter anderem Werke von Gerhard Richter zu sehen sein werden.

Während der Schließungen wartet vom 18. bis 28. Januar ein Sonderprogramm mit vielen Führungen in K21 auf die Besucher, die den kostenlosen Shuttle-Busservice zwischen Grabbeplatz und Ständehaus nutzen können. Hier ist noch bis zum 30. Januar die Ausstellung Auswertung der Flugdaten mit Kunst der 80er Jahre zu sehen. Und wenn die Handwerker schon einmal im Haus sind, steht auf dem Programm auch noch die Erledigung einiger restlicher Bauarbeiten im Außenbereich der Kunstsammlung, die nach Renovierung und Erweiterung im Sommer wiedereröffnet worden ist.

Die Ausstellung Thomas Struth – Fotografien 1978 - 2010 gibt mit über 100 Werken vom 26. Februar bis zum 19. Juni als nächste Wechselausstellung in K20 am Grabbeplatz einen Überblick über das Werk eines der wichtigsten deutschen Fotokünstler.