Pressemeldung: Struth-Fotos nur noch bis Sonntag

Die große Retrospektive des Fotokünstlers Thomas Struth ist nur noch bis Sonntag (19.6.) in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen geöffnet. Über 50 000 Besucher haben bisher die Ausstellung Thomas Struth – Fotografien 1978 - 2010 in K20 Grabbeplatz gesehen. [...]

Die große Retrospektive des Fotokünstlers Thomas Struth ist nur noch bis Sonntag (19.6.) in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen geöffnet. Über 50 000 Besucher haben bisher die Ausstellung Thomas Struth – Fotografien 1978 - 2010 in K20 Grabbeplatz gesehen. Die in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich entstandene Ausstellung war gegenüber der ersten Station in der Schweiz auf weit mehr als 100 Motive erweitert worden, wozu in Düsseldorf auch eine Reihe bisher nie gezeigter neuester Arbeiten des Fotokünstlers gehört. Kommende Stationen der Ausstellung sind London (Whitechapel Gallery, 06.07. - 16.09.2011) und Porto (Museu Fundação Serralves, 14.10.2011 - 29.01.2012). Die letzte öffentliche Führung durch die Ausstellung findet am Sonntag, (19.06.) um 15.00 Uhr statt.

Besondere Aufmerksamkeit fanden in der Landes-Kunstsammlung neben den jüngsten Motiven aus technischen Anlagen verschiedenster Art auch Struths bisher nie in der Öffentlichkeit gezeigte frühe Werke, die zur Folge der Düsseldorfer „Straßen“ gehören. Die Schwarz-Weiß-Fotografien sind gemeinsam mit einer Auswahl seiner Dschungel-Bilder, den „Paradises“, als eigene Präsentation in der Grabbehalle von K20 zu sehen. Diese raumfüllende Bilder-Installation ist ausschließlich in Düsseldorf ausgestellt und vom Künstler selbst eingerichtet.  

Der in Düsseldorf und Berlin lebende Struth gehört zu den international bedeutendsten Vertretern der deutschen Fotografie. Zahlreiche Ausstellungen während der vergangenen 15 Jahre in Europa, den USA, Japan und China haben den 1954 am Niederrhein geborenen Künstler bekannt gemacht. Seine Arbeiten waren bereits 1992 auf der documenta IX in Kassel zu sehen. Während bisher jedoch lediglich einzelne Werk-Gruppen vorgestellt worden sind, gibt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen nun für nur noch wenige Tage einen repräsentativen Überblick über das Gesamtschaffen Struths.

Thomas Struth studierte an der Kunstakademie Düsseldorf zunächst bei Gerhard Richter Malerei, ab 1976 bei Bernd Becher Fotografie. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht das präzise Sehen. Er vermeidet dabei jede Art von vordergründiger Dramatisierung seiner Motive, die er auf Reisen durch Europa, Amerika, Ostasien oder Australien findet. Damit gehört er zu den herausragenden Künstlern, die in der Zeit wahrer Bilderfluten dem Medium Fotografie zu neuer Intensität und Wirkungskraft verholfen haben.

Die Ausstellung wird gefördert durch die NATIONAL-BANK.
Medienpartner ist das Handelsblatt.