Chaïm Soutine: Philosophisch betrachtet…

Sonntag / 1. 10., 5. 11., 3. 12., 7. 1. / 12 – 13.30 Uhr

Anmeldung erforderlich
Mit Georg Herzberg, Philosoph und Kunstvermittler

Foto: Linda Inconi

Wie die Malerei Chaïm Soutines auf der Grenze zwischen Realismus und Abstraktion das Undarstellbare ihrer Sujets wahrnehmbar macht, versuchen wir, mit unserem neuen philosophischen Format das Unsagbare, Fremde, Andere in der Begegnung mit der Kunst zu vergegenwärtigen und im Polylog zur Sprache zu bringen - oder aber gemeinsam zu Schweigen und uns betrachtend berühren zu lassen. In der Mitte der Werke sind wir auf der Suche nach neuen Formen der Vermittlungspraxis.

So, 1.10. Eine Malerei der permanenten Krise
Für Clement Greenberg (1909-1994) ist Chaïm Soutine „einer der malerischsten Maler, die es je gab“. Gleichzeitig bemerkt er, dass Soutines Arbeiten „eher wie das Leben selbst seien, als Werke der bildenden Kunst“. Wie gelingt es Soutine, seine Sujets aller Sicherheiten zu berauben, und was hat das mit dem Leben selbst zu tun oder mit dem Tod?

So, 5.11. Philosophische Weltkulturen Ideen und Themen der jüdischen Philosophie
Soutine ist in einer strenggläubigen jüdischen Familie aufgewachsen. Welche Themen scheinen in seinem Werk auf?

So, 3. 12. Philosophisches Café zu den Werken und Themen der Chaïm Soutine-Ausstellung mit einem Gast
In einer Art Verwunderungsübung jenseits von Kunstgeschichte und kunstwissenschaftlichem Diskurs soll es darum gehen, es Chaïm Soutine gleichzutun und unseren Blick auf seine Werke aller Sicherheiten zu berauben.

So, 7. 1. Das Antlitz des Anderen
Die Portraits von Soutine betrachtet durch die Philosophie von Emmanuel Levinas, der jenseits aller Autonomie und Egologie nach einem Subjekt fragt, das eine Beziehung zu einem Anderen eingeht, ohne es zum Gegenstand seiner Macht werden zu lassen und es damit sogleich seiner Andersheit zu berauben.


Weitere Termine:
So, 1.10., 12 - 13.30
So, 5.11., 12 - 13.30
So, 3.12., 12 - 13.30

Übersicht

Termin:
Sonntag, 1.10., 12 - 13.30 Uhr

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