Führung und Workshop: Philosophisch betrachtet

Workshop

Sonntag, 7.1., 4.2., 3.3., 12 – 13.30 Uhr

K20

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Foto: Achim Kukulies

Ebenso wie die Malerei Chaïm Soutines mit ihren radikalen Deformationen und räumlichen Verzerrungen auf der Grenze zwischen Realismus und Abstraktion das Undarstellbare ihrer Sujets versucht wahrnehmbar zu machen, versuchen wir mit unserem neuen philosophischen Format das Unsagbare, Fremde, Andere in der Begegnung mit derKunst zu vergegenwärtigen und im Polylog zur Sprache zu bringen oder aber gemeinsam zu Schweigen und uns betrachtend berühren zu lassen von den Eigenwilligkeiten der Arbeiten, inmitten derer wir auf der Suche sind nach neuen Formen der Vermittlungspraxis.

7. 1. Das Antlitz des Anderen
Die Porträts von Soutine betrachtet durch die Philosophie von Emmanuel Levinas, der jenseits aller Autonomie und Egologie nach einem Subjekt fragt, das eine Beziehung zu einem Anderen eingeht, ohne es zum Gegenstand seiner Macht werden zu lassen und es damit sogleich seiner Andersheit zu berauben.


4. 2. Perspektiventausch: Die Verwandlung von Objekten zu Subjekten in Werken von Maria Marc und in indigenen Ontologien
Die Sammlung durch fremde Epistemologien betrachtet: In der Moderne ist die Natur, d.h. der Körper, das gemeinsame Fundament menschlicher und nichtmenschlicher Wesen, während die Kultur die Differenz zwischen ihnen erzeugt: eine Natur, viele Kulturen. Die amazonischen Arawate vertreten die umgekehrte Position. Ihnen gilt die Kultur als Kontinuum, während die Differenzen in der Unterschiedlichkeit der Körper wurzeln: eine Kultur, viele Naturen. Arbeiten von Maria Marc eignen sich zur Vermittlung der Auffassung der Arawate.

3. 3. Der Magische Kubus und die Geheimnisse der Sammlung
Der magische Kubus ist ein Imaginationsspiel - und mehr. Eines Tages war es in den Kaffeehäusern Osteuropas groß in Mode gekommen. Niemand weiß, woher das Spiel stammt. Manche glauben, es sei ein Lehrrätsel der alten Sufi-Tradition. Jahrhundertelang ist es verschollen, dann taucht es wieder auf, zu Zeiten und an Orten, wo es der Seele Not tut, sich selbst zu erkennen. Wir werden es nutzen zur Ergründung neuer Zugänge zu den Geheimnissen der Sammlung.


Teilnahme kostenfrei mit Eintrittsticket, Anmeldung erforderlich

Mit Georg Herzberg, Philosoph und Kunstvermittler

Weitere Termine:
So, 7.1., 12 – 13.30 Uhr
So, 4.2., 12 – 13.30 Uhr
So, 3.3., 12 – 13.30 Uhr

Übersicht

Termin:
Sonntag, 7.1., 4.2., 3.3., 12 – 13.30 Uhr

Anmeldung erforderlich.