KPMG-Kunstabend

KPMG-Kunstabend
18 – 22 Uhr

Screenshot: Marcel Odenbach, Estar de Pie es no caerse/Stehen ist nicht umfallen, 1989

Anlässlich des KPMG-Kunstabends am 13. Januar stellen wir Ihnen unser Jahresprogramm digital vor und zeigen eine Arbeit des Künstlers Marcel Odenbach, dessen Überblicksausstellung ab Oktober im K21 zu sehen sein wird. Das Programm des Abends wird als Video auf der Website der Kunstsammlung veröffentlicht. Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Zur Begrüßung stellt Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, das Jahresprogramm 2021 vor.

Doris Krystof, Kuratorin der Kunstsammlung, führt in das Werk von Marcel Odenbach (* 1953) ein. Der in Köln, Berlin und zeitweise in Cape Coast, Ghana, lebende Künstler arbeitet seit 1976 mit Video. Seine filmischen Collagen, Installationen und Performances haben dazu beigetragen, dass Videokunst heute zentrales Medium der internationalen Gegenwartskunst ist. Odenbachs künstlerischer Ansatz ist von einem starken Bewusstsein für die historisch-gesellschaftlichen und transkulturellen Themen der Zeit getragen. Die Überblicksausstellung im K21 „Marcel Odenbach. so oder so“ (ab 9.10.2021) setzt sein filmisches Werk in den Kontext der auf dem Prinzip Collage und Montage basierenden Papierarbeiten.

Als Vorgeschmack auf die Ausstellung zeigen wir im Programm des KPMG-Kunstabends Marcel Odenbachs Video Estar de Pie es no caerse/Stehen ist nicht umfallen, 1989 (Betacam auf DVD übertragen, Farbe, Ton, 5 Min). Die Filmcollage kombiniert in einer für Odenbach signifikanten Weise rhythmisch geschnittene Filmbilder aus unterschiedlichen Quellen mit eindringlichen musikalischen Zitaten und Geräuschen. Das Spektrum reicht von Szenen aus dem Unabhängigkeitskampf Namibias bis zu Bildern von der Niederschlagung der chinesischer Demonstranten am Platz des Himmlischen Friedens in Peking im Jahr 1989. Stehen ist nicht umfallen, das im Auftrag eines spanischen Fernsehsenders entstand, stellt für Odenbach eine Art Selbstbildnis mit deutlicher Akzentuierung seiner Herkunft aus der westdeutschen Bundesrepublik dar. Das Video kam mit dem ersten Video-Ankauf im Jahr 2000 in die Sammlung und steht stellvertretend für Odenbachs collagierende Methode, mit denen er Themen wie Identität, Rassismus, Gewalt und historische Repräsentation verarbeitet.


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