Talks

Lebensraum für alle – Talk

© Foto Andreas Weber: Florian Büttner; Foto Eva von Redecker: Sophie Brand

Online-Talk im Livestream und mit Übertragung in den OPEN SPACE
Für den Livestream ist keine Anmeldung erforderlich. Sie finden den Link in Kürze hier.

+++

Wie können wir unser die Umwelt zerstörendes Handeln überwinden und zu neuer Solidarität mit allen Lebewesen gelangen? Wie müssen wir uns verändern, um eine Gemeinschaft zu schaffen, die nicht auf Hierarchien und Verwertung basiert, sondern auf Wertschätzung oder gar Gleichberechtigung von menschlichen und nicht-menschlichen Subjekten? Es reicht nicht, die Natur zu schützen, damit sie dem Menschen als dienendes Territorium erhalten bleibt. Wir müssen lernen, sie – wieder – als Lebensraum für alle zu begreifen.

Mit Eva von Redecker, Philosophin, Autorin des Buches „Revolution für das Leben“
Andreas Weber, Biologe, Philosoph und Publizist
Moderation: Amina Aziz, Journalistin und politische Bildnerin

Die Philosophin, Autorin und Publizistin Eva von Redecker beschreibt sich als „kritische Theoretikerin und feministische Philosophin“. Nach ihrem Studium der Philosophie, Geschichte und Literaturwissenschaften in Kiel, Tübingen, Cambridge und Potsdam arbeitete sie an der Humboldt-Universität in Berlin sowie in Cambridge und New York. Momentan ist sie Marie-Skłodowska-Curie-Fellow an der Universität von Verona und forscht über Autoritarismus und Phantombesitz. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen schrieb sie 2019/20 ihr an ein breiteres Publikum gerichtetes Buch „Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen“. Ausgehend von einer messerscharfen Analyse des Ist-Zustands unserer vom Kapitalismus beherrschten Gesellschaft diskutiert sie neue Formen des Protests als Grundvoraussetzungen für Veränderung und Wandel.

Andreas Weber, der in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris Biologie und Philosophie studierte, arbeitet seit den 1990er Jahren als Schriftsteller und Journalist, zudem unterrichtet er an der Universität der Künste in Berlin. In seinen literarischen Sachbüchern (wie „Lebendigkeit. Eine erotische Ökologie“, 2014, oder „Indigenialität“, 2018) setzt sich Weber dafür ein, die mechanistische Interpretation von Lebensphänomenen zu überwinden. Erst wenn das Verhältnis von Mensch/Natur nicht mehr von „Kontrolle" bestimmt ist, sondern von "Teilhabe“, kann eine neue Ökonomie geschaffen werden und die Krise wirkungsvoll bekämpft werden.

Die Journalistin Amina Aziz hat Islamwissenschaft in Hamburg, Damaskus und Teheran studiert. Sie hat u.a. zu Postkolonialismus, Islamismus, Feminismus, Rassismus sowie transnationaler Drogenpolitik geforscht und gearbeitet. Nach ihrem Studium war sie als Politikberaterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin für Abgeordnete im Bundestag und einem Landesparlament tätig. Als freie Journalistin und Moderatorin setzt sie sich mit den Auswirkungen des Kapitalismus auseinander. Sie entwickelt und moderiert außerdem Audioformate zum Beispiel für das Kunstmuseum Basel und schreibt über Filme und Serien im Missy Magazin.

Die Gesprächsreihe „Vom Denken zum Handeln“ eröffnet den OPEN SPACE am 12. November und setzt sich an fünf ausgewählten Sonntagen fort. Die Themen wurden in Gesprächen mit Vertreter*innen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in Düsseldorf, darunter lokale Umweltinitiativen und Migrant*innen-Selbstorganisationen formuliert.


Online-Talk im Livestream und mit Übertragung in den OPEN SPACE
Für den Livestream ist keine Anmeldung erforderlich. Sie finden den Link in Kürze hier.

Laufzeit:
So, 30.1., 11 – 13 Uhr

Besucherservice
Fragen und Informationen zur Anmeldung
Tel. (+49) (0)211 8381-204
service@kunstsammlung.de
Montag – Donnerstag 10 – 17 Uhr
Freitag 10 – 13 Uhr
Aufgrund der pandemischen Situation können Angebote kurzfristig digital stattfinden oder abgesagt werden.
2G (geimpft, genesen) gilt für den Besuch der Ausstellungen und Ständigen Sammlung im K20 und K21, sowie für die Teilnahme an Veranstaltungen, Workshops und Führungen.
2G+ (geimpft oder genesen mit aktuellem, negativem Coronatest) oder Booster-Impfung gilt für die Teilnahme an Veranstaltungen und Workshops am Veranstaltungsort OPEN SPACE im K20.
Es gelten weiterhin die Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregelungen der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Weitere Informationen finden Sie unter Besuch

So, 30.1., 11 – 13 Uhr

Open Space

Anmelden

Lynette Yiadom-BoakyeGeorges Braque
Lynette Yiadom-BoakyeGeorges Braque
Gerhard RichterMarcel Odenbach
Gerhard RichterMarcel Odenbach

Januar

Die Stadtgespräche bilden den praxisorientierten Teil der Gesprächsreihe „Vom Denken zum Handeln“. Nach den Talks am Sonntagvormittag laden wir zu einem Workshop mit interessanten Gästen im kleinen Kreis ein, die einen Einblick in ihre Praxis geben und zum persönlichen Austausch zur Verfügung stehen. Die Gäste geben einen kurzen Einblick in ihre Praxis und stehen dann zum persönlichen Austausch zur Verfügung.

Gäste der Stadtgespräche am 30.1. sind:
Hilal Sezgin, Publizistin, Journalistin und Tierrechtlerin
Marianne Ramsay-Sonneck und Georg Reinhardt, Club Real, Künstler*innengruppe, Politikexperiment Organismendemokratie

Die Plätze der einzelnen Workshops sind auf 10 Personen begrenzt.
Bitte melden Sie sich hier zu dem Stadtgespräch mit Club Real an.

Seit 2000 entwickelt die Künstler*innengruppe Club Real partizipative, ortsspezifische Projekte. Mit Installationen, Eins-zu-Eins-Begegnungen, politischen Rollenspielen und partizipativen Stadtentwicklungsprojekten laden sie dazu ein, alternative Realitätsentwürfe mitzugestalten. Seit 2018 arbeitet Club Real in Berlin, Wien und Gelsenkirchen an dem partizipativen Politikexperiment Organismendemokratie. Gleiche politische Rechte für alle Lebewesen – das ist die radikale Forderung, die im Rahmen der einzelnen Organismendemokratien real umgesetzt wird. Zwei der ständigen Mitglieder der Gruppe, Marianne Ramsay-Sonneck und Georg Reinhardt, werden dieses zukunftsweisende Projekt in ihrem Workshop vorstellen und diskutieren.

Mehr

Februar

SO 13.2. 11 – 13 Uhr
Anmeldung in Kürze möglich

Zusätzlich wird diese Veranstaltung live gestreamt.

++++++

Nach 13 Wochen dichten Programms im OPEN SPACE widmen wir uns zuletzt der Frage, wie sich die Institution Museum ändern muss, um verantwortungsvoll auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren. Welche Arbeitsroutinen müssen sich ändern? Wie lässt sich eine Kernaufgabe wie das Bewahren von Kunst in Einklang bringen mit einer Minimierung des Energieverbrauchs? Wie kann ein Museum zu mehr sozialer und ökonomischer Gerechtigkeit beitragen? Welche Fragen muss es (sich) stellen, um relevant zu sein und zu bleiben für die Gesellschaft von morgen?  
In englischer Sprache mit dt. Übersetzung

Der das Programm „Nichts als Zukunft“ abschließende Talk bietet die Gelegenheit, mit Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Kunst und Kultur über wichtige Themen der Gegenwart und Zukunft von Museen zu diskutieren. 

Die Gesprächsreihe „Vom Denken zum Handeln“ eröffnet den OPEN SPACE am 12. November und setzt sich an fünf ausgewählten Sonntagen fort. Die Themen wurden in Gesprächen mit Vertreter*innen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in Düsseldorf, darunter lokale Umweltinitiativen und Migrant*innen-Selbstorganisationen formuliert. 

Mehr