Imi Knoebel

Imi Knoebel, Genter Raum, 1979/80, Foto: Robin Merkisch, Düsseldorf

Genter Raum gehört zu den Schlüsselwerken Imi Knoebels. Unregelmäßig geformte Holzabschnitte sind auf dem Boden zu Gruppen geschichtet, während rechteckige Platten zu skulpturalen Blöcken angeordnet oder wie Bildtafeln gehängt sind.
Knoebel geht über die herkömmlichen Vorstellungen von einem Gemälde hinaus. Er erweitert die Malerei in den Raum, löst sie aus überkommenen Bezügen und gibt dem Betrachter damit neue Freiheiten zu eigenen Erfahrungen. So zeigt der Künstler, dessen Werk sich in den 1960er Jahren im Umfeld von Joseph Beuys sowie der Minimal Art formierte, neue Möglichkeiten für die Malerei auf. Nicht zuletzt aufgrund dieses Potenzials kann Knoebel als einer der wichtigsten Vertreter der gegenstandslosen Malerei angesehen werden.