Chiharu Shiota

Chiharu Shiota, Installation "A Long Day", 2015, Foto: Sunhi Mang, © Künstlerin

Chiharu Shiota (geb. 1972 in Osaka, lebt und arbeitet in Berlin) verwandelt mit ihren Fadeninstallationen Räume in individuelle Erinnerungsorte. Sie webt Relikte des Alltags in ein dichtes Netz aus Wollfäden, enthebt sie schwebend der Realität und schafft traumartige Atmosphären.

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Tomás Saraceno

Foto und ©: Studio Saraceno

Das Werk von Tomás Saraceno entsteht in intensiver Auseinandersetzung mit biologischen und physikalischen Erkenntnissen, die er sich für seine ambitionierten Projekte zunutze macht. Einen Schwerpunkt bildet die Erforschung von Spinnennetzen. Bezogen auf ihr Gewicht sind Spinnfäden viermal belastbarer als Stahl und können um ein Vielfaches ihrer Länge gedehnt werden.

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Janet Cardiff / George Bures Miller

Janet Cardiff & George Bures Miller, Dark Pool, 1995, Mixed Media, Maße variabel, Courtesy the artists, Galerie Barbara Weiss, Berlin, Luhring Augustine, New York

Eine alte Holztür öffnet sich in eine Art Studierzimmer, unaufgeräumt und voller Bücher mit wissenschaftlichen Diagrammen, Essays zu übersinnlichen Phänomenen und handgeschriebenem Gekritzel. Beleuchtet wird diese Szene von schwachen Glühbirnen. Es scheint, als habe die Bewohnerin oder der Bewohner den Raum gerade erst verlassen.

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Christian Boltanski

Christian Boltanski, El Caso, 1988, 40 Fotografien, 40 Keksdosen, 52 Lampen, Kabel, Leintücher, Holzregale, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Installationsansicht im K21, Foto: Achim Kukulies, © VG Bild-Kunst, Bonn

Die Erinnerung, das Vergessen und der Tod sind zentrale Themen Christian Boltanskis. Er möchte den anonymen Toten und den verschwundenen Menschen ein Denkmal setzen. Dafür bedient er sich der Form des Archivs – Ort der Überlieferung von Geschichte.

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Franz West

Seit den 1970er Jahren entwickelt Franz West Objekte an der Grenze zwischen Kunstwerk und Gebrauchsgegenstand. Seine prothesenartigen Skulpturen aus Gips wie auch diverse Sitz- und Liegemöbel dienen als Instrumente physischen und psychischen Erlebens: In der Regel soll der Ausstellungsbesucher sie benutzen und seinen Körper in Beziehung zu den Objekten setzen. In seinen Skulpturen schlägt sich die Beschäftigung des Künstlers mit der Psychoanalyse nieder. So lässt Devianz (›abweichendes Verhalten‹) Assoziationen mit der berühmten Couch als Behandlungsort des Patienten zu, seine Paßstücke beschrieb er 1996 als »Darstellung von Neurosen«. West hebt die Kunst von ihrem Sockel und fordert den Betrachter auf, seine distanzierte Haltung aufzugeben und zum Akteur und damit Teil des Werkes zu werden.