K21: Carsten Nicolai

Carsten Nicolai, anti, 2004, 300 × 255 × 255 cm, Courtesy Galerie EIGEN + ART, Leipzig/Berlin, Photo: Uwe Walter © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Carsten Nicolai.
Parallax Symmetry
28.9.2019 – 19.1.2020
K21

Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Werk des Künstlers und Musikers Carsten Nicolai, der seit den frühen 1990er Jahren an der Schnittstelle von bildender Kunst, Musik und Naturwissenschaft arbeitet. Als Musiker ist Nicolai unter dem Pseudonym Alva Noto einer der bekanntesten Vertreter der zeitgenössischen elektronischen Musik seiner Generation. Seit seiner Teilnahme an der documenta X (1997) wird er auch als bildender Künstler weltweit ausgestellt.

Mit elektronischem Klang- und Lichtmaterial erzeugt Nicolai minimalistische Installationen, Sound Performances und Visualisierungen von physikalischen Phänomenen, die Systeme und Strukturen der Medienwelt reflektieren. Im K21 organisiert Nicolai den weitläufigen Raum im Untergeschoss als offenes, dual angelegtes Set für die Präsentation von etwa 40 multimedialen, vielfach auf Interaktion angelegten Arbeiten.

K20: Edvard Munch

Edvard Munch, Die Sonne, 1912, Öl auf Leinwand, 123 x 176,5 cm, Munchmuseet, Oslo

Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård
12.10.2019 – 1.3.2020
K20

Er gilt als der bekannteste und wichtigste norwegische Autor der Gegenwart: Karl Ove Knausgård. Sein sechsbändiger autobiographischer Roman zählt weltweit zu den meist diskutierten Buch-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre. Nun hat sich der Schriftsteller dem Werk des Malers Edvard Munch genähert. Mit seiner überraschenden Auswahl selten oder sogar nie gezeigter Werke entdeckt der gefeierte Autor einen bislang "unbekannten" Munch. Die Ausstellung findet in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen parallel zur Frankfurter Buchmesse statt, die 2019 Norwegen als Gastland vorstellt.

Der auch in Kunstgeschichte ausgebildete Schriftsteller hat etwa 130 Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus dem Archiv und dem Kunstdepot des Munch Museum in Oslo ausgewählt und mit Leihgaben aus internationalen Museen ergänzt. Er öffnet damit eine nie zuvor gesehene Perspektive auf den wohl bedeutendsten Maler der skandinavischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts.

"Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård" ist eine Ausstellung des Munch Museum in Oslo in Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

K20: Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas

Anne Teresa De Keersmaeker: Fase rehearsal (2018 revival)
© Anne Van Aerschot

Fase. Four Movements to the Music of Steve Reich
29.10. – 10.11.2019

Die international renommierte, belgische Choreografin und Tänzerin Anne Teresa De Keersmaeker (*1960) gehört zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Tanzszene und trägt seit Jahren mit ihren vielfach ausgezeichneten Arbeiten entscheidend zur Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes bei. Für die Grabbe Halle des K20 hat sie nun eine adaptierte Fassung ihrer inzwischen ikonisch gewordenen Choreografie Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich entwickelt.

Mit dieser 1982 konzipierten Arbeit etablierte De Keersmaeker früh ihre eigene choreografische Sprache, deren Grundelemente ihre weltweit gefeierten Stücke bis heute charakterisieren. In diesen erforscht De Keersmaeker die vielschichtig verwobenen Beziehungen zwischen Tanz und Musik und, daraus ableitend, die fruchtbare Auseinandersetzung des Körpers mit minimalistischen, repetitiven Strukturen und Variationen in Raum und Zeit.

"Konstellationen" ist ein Kooperationsprojekt mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und dem tanzhaus nrw in Düsseldorf, Museum Folkwang und PACT Zollverein in Essen, Museum Ludwig und dem Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln im Rahmen von "100 jahre bauhaus im westen", Land Nordrhein-Westfalen und Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL), gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Vorschau 2020

Pablo Picasso, Stilleben mit Stierschädel, 1942, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto: Walter Klein, Düsseldorf

Picasso 1939 — 1945
15.2. – 14.6.2020
K20

Die Ausstellung im K20 erzählt mit Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Zeitdokumenten aus den Jahren 1939 bis 1945 von dem Menschen Pablo Picasso während des Zweiten Weltkriegs und den Widersprüchen des Alltags in diesen Zeiten.

Zu Beginn des Kriegs war Picasso zunächst von Paris aus nach Südfrankreich geflohen, kehrte im August 1940 aber in die von den Deutschen besetzte Hauptstadt zurück. Er blieb in seinem Pariser Atelier, wo Hauptwerke wie das Gemälde "L’Aubade" (1942) entstanden sind. Picasso reagierte in seinem Werk auf die Bedrohungen der Zeit, auf Tod und Zerstörung. Jedoch widmete er sich nicht vordergründig dem Thema Krieg, sondern vor allem den klassischen Gattungen der Malerei. Es entstanden vielseitige Stillleben, Porträts oder Aktdarstellungen, häufig auch mit Motiven aus der privaten Umgebung.

Eine Ausstellung des Musée de Grenoble in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Armin Laschet, dem Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Beziehungen zu Frankreich.