K21: Carsten Nicolai

Carsten Nicolai, anti, 2004, 300 × 255 × 255 cm, Courtesy Galerie EIGEN + ART, Leipzig/Berlin, Photo: Uwe Walter © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Carsten Nicolai.
Parallax Symmetry
28.9.2019 – 19.1.2020
K21

Die Ausstellung gibt mit etwa 40 multimedialen Arbeiten einen Überblick über das Werk des Künstlers und Musikers Carsten Nicolai, der seit den frühen 1990er Jahren an den Schnittstellen von bildender Kunst, Musik und Naturwissenschaft arbeitet. Carsten Nicolai erzeugt mit elektronischem Klang- und Lichtmaterial minimalistische Installationen, Sound Performances und Visualisierungen von physikalischen Phänomenen, die Systeme und Strukturen der Medienwelt reflektieren. Als Musiker ist Nicolai unter dem Pseudonym Alva Noto einer der bekanntesten Vertreter der zeitgenössischen elektronischen Musik.

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K20: Edvard Munch

Edvard Munch, Die Sonne, 1912, Öl auf Leinwand, 123 x 176,5 cm, Munchmuseet, Oslo

Edvard Munch –
gesehen von Karl Ove Knausgård
12.10.2019 – 1.3.2020
K20

Mit rund 140 selten oder noch nie in Deutschland gezeigten Werken präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 einen "unbekannten" Edvard Munch (1863 – 1944). Ausgewählt hat die Gemälde, Druckgrafiken und Skulpturen Karl Ove Knausgård (*1968). Der international gefeierte Schriftsteller, Norweger wie Munch, erlangte Weltruhm mit seinem sechsbändigen autobiografischen
Roman, der in über dreißig Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt wurde. Sein sehr persönlicher Blick eröffnet eine frische Perspektive auf den wohl bedeutendsten Künstler der skandinavischen Avantgarde um 1900 und legt dar, wie aktuell Munchs Beschäftigung mit der Einbettung des Individuum in die Gesellschaft auch heute noch ist.

Knausgård erkundete die Innenwelt des Malers und spürte den künstlerischen Überlegungen nach, die Munch beschäftigten. Dem subjektiven Zugang des Autors folgend gliedert sich die Ausstellung in vier Themenbereiche: "Licht und Landschaft" präsentiert Küsten und Gärten, aber auch Szenen mit Menschen bei der Arbeit auf dem Feld. Es folgt "Der Wald" mit Ansichten von Bäumen und Feldern – einer Natur, die die Oberhand über das menschliche Handeln gewinnt. "Chaos und Kraft" gewährt Einblick in die emotionalen und psychischen Triebkräfte der Malerei Munchs und dessen Ringen um jedes Werk. Nach der Konzentration auf das Innere bilden den Abschluss "Die Anderen" – Bildnisse von Freunden und Gefährten, an denen abzulesen ist, wie das Individuum die Kontrolle über die Wirklichkeit zurückerlangt.

Eine Ausstellung des Munch Museum in Oslo in Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. Sie findet parallel zur Frankfurter Buchmesse statt, die 2019 Norwegen als Ehrengastland in den Mittelpunkt stellt.

K20: Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas

Anne Teresa De Keersmaeker: Fase rehearsal (2018 revival)
© Anne Van Aerschot

Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich
29.10. – 10.11.2019
K20

Eintritt frei!

Die international renommierte, belgische Choreografin und Tänzerin Anne Teresa De Keersmaeker (*1960) gehört zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Tanzszene und trägt seit Jahren mit ihren vielfach ausgezeichneten Arbeiten entscheidend zur Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes bei. Für die Grabbe Halle des K20 hat sie nun eine adaptierte Fassung ihrer inzwischen ikonisch gewordenen Choreografie "Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich" entwickelt.

Mit dieser 1982 konzipierten Arbeit etablierte De Keersmaeker früh ihre eigene choreografische Sprache, deren Grundelemente ihre weltweit gefeierten Stücke bis heute charakterisieren. In diesen erforscht De Keersmaeker die vielschichtig verwobenen Beziehungen zwischen Tanz und Musik und, daraus ableitend, die fruchtbare Auseinandersetzung des Körpers mit minimalistischen, repetitiven Strukturen und Variationen in Raum und Zeit. 

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Vorschau 2020

Pablo Picasso, Stilleben mit Stierschädel, 1942, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto: Walter Klein, Düsseldorf

Picasso 1939 — 1945
15.2. – 14.6.2020
K20

Die Ausstellung im K20 erzählt mit Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Zeitdokumenten aus den Jahren 1939 bis 1945 von dem Menschen Pablo Picasso während des Zweiten Weltkriegs und den Widersprüchen des Alltags in diesen Zeiten.

Zu Beginn des Kriegs war Picasso zunächst von Paris aus nach Südfrankreich geflohen, kehrte im August 1940 aber in die von den Deutschen besetzte Hauptstadt zurück. Er blieb in seinem Pariser Atelier, wo Hauptwerke wie das Gemälde "L’Aubade" (1942) entstanden sind. Picasso reagierte in seinem Werk auf die Bedrohungen der Zeit, auf Tod und Zerstörung. Jedoch widmete er sich nicht vordergründig dem Thema Krieg, sondern vor allem den klassischen Gattungen der Malerei. Es entstanden vielseitige Stillleben, Porträts oder Aktdarstellungen, häufig auch mit Motiven aus der privaten Umgebung.

Eine Ausstellung des Musée de Grenoble in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Armin Laschet, dem Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Beziehungen zu Frankreich.