Vorschau 2017

Marcel Broodthaers.
Eine Retrospektive

04.03. – 11.06.2017
K21 Ständehaus

Marcel Broodthaers. Eine Retrospektive ist eine große Überblicksschau über das facettenreiche Werk des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers (1924 –1976), der im Umfeld von Pop, Minimal und Konzeptkunst eine eigenwillige, kritische Position formuliert. Broodthaers wandte sich im Alter von vierzig Jahren von der Dichtung kommend der bildenden Kunst zu und fand mit seinen installativen, kinematografischen und institutionskritischen Arbeiten innerhalb kürzester Zeit großen Anklang in der avantgardistischen Kunstszene Europas.

Die über vier Jahre am Museum of Modern Art, New York, und am Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, sorgfältig entwickelte Ausstellung von über 400 Werken unterschiedlichster Medien und Gattungen findet mit der Düsseldorfer Station ihren Abschluss an dem Ort, der  Broodthaers’ kurze, aber höchst produktive künstlerische Karriere weitgehend befördert hat. In Düsseldorf hat Broodthaers nicht nur gelebt (von 1970 bis 1972) und entscheidende Impulse der lokalen, international bestens vernetzten Kunstszene aufgenommen, verarbeitet und zurückgegeben.

In Düsseldorf wurden auch etliche Arbeiten und Ausstellungen realisiert, darunter die zu  Broodthaers' Hauptwerk "Musée d’Art Moderne, Département des Aigles" (Museum Moderner Kunst, Abteilung  Adler), 1968 – 72, gehörende legendäre Schau "Section des Figures" (Sektion der Figuren), 1972, in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf.

Die lange erwartete Retrospektive von Marcel Broodthaers führt in ein faszinierendes Werk ein, das mit seinem Verständnis von Poesie als "Störung von Weltordnung", von "Poesie als indirekter politischer Frage" für eine radikal offene und prozessuale Lesart von Kunst plädierte und damit maßgeblich zu einem bis heute gültigen Verständnis von Kunst beigetragen hat.

Organisiert von The Museum of Modern Art, New York und dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid.

 

Tomás Saraceno – in orbit

Ab Ende März 2017
K21 Ständehaus

Seit 2013 befindet sich die riesige, begehbare Rauminstallation in orbit unter der Kuppel des K21 Ständehaus. Der Künstler Tomás Saraceno spannte in mehr als 25 Metern Höhe über der Piazza des Museums eine Konstruktion aus nahezu transparente Stahlnetzen, in denen sich Menschen bewegen können. Tomás Saraceno steht in der Nachfolge von Jules Verne und des amerikanischen Architektur-Visionärs Richard Buckminster Fuller. Er sieht in der Gestaltung von Wolkenstädten eine Antwort auf die zunehmende Unbewohnbarkeit der Erde. Nach mehrmonatiger Renovierungsphase wird die international gefeierte Installation Ende März wieder eröffnet.


K21 Künstlerräume

ab 1. April 2017
K21 Ständehaus

Das K21 Ständehaus ist seit 2010 ein Ort für internationale Künstler und für Sammlungsbestände mit  Gegenwartsbezug. Über drei Etagen hinweg halten 22 fortlaufend wechselnde Räume Begegnungen mit  raumbezogener Kunst bereit. Ausgewählte Künstler sind eingeladen, ihre Arbeiten für die Dauer von einem Jahr zu zeigen und dabei in einen Dialog mit der Architektur und den Positionen aus der Sammlung zu treten. Die neuen Installationen legen einen Schwerpunkt auf bühnenhafte Inszenierung und architektonische Erweiterung des Raumes: Alexandra Bircken, Ulla von Brandenburg, Eva Kot´átková, Pamela Rosenkranz und die Beuys Schülerin Inge Mahn.


Art et Liberté:
Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938 – 1948)

15.07 – 15.10.2017
K20 Grabbeplatz

Art et Liberté: Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938 – 1948) ist die erste umfassende Museumsausstellung der in Kairo aktiven Gruppe Art et Liberté (Kunst und Freiheit). Das surrealistische Kollektiv aus Schriftstellern und bildenden Künstlern engagierte sich kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Königreich Ägypten im Kampf gegen Faschismus, Nationalismus und Kolonialismus. Mit einer neuen Definition von Surrealismus etablierte die Gruppe eine zeitgenössische Bildsprache, die mehr im Globalen als im Lokalen wurzelt.

 

Futur 3 Annäherung an die ungekannte Zukunft

F3 Schmela Haus
donnerstags, 19.00 Uhr (außer in den Ferien)

Mit Futur 3 lädt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen alle an Kunst und Kultur Interessierten zu Dialog,  Debatte und Diskussion ein. An ausgewählten Donnerstagabenden (außer in den Ferien) finden Begegnungen mit internationalen Gästen statt, die in unterschiedlichen Konstellationen und Themensträngen Fragen zur Zukunft von Museum, Stadt, Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft erörtern.


Vorschau 2018

Die exzentrische Moderne

14.04. – 12.08.2018
K20 Grabbeplatz

Mit der Ausstellung Die exzentrische Moderne hinterfragt die Kunstsammlung die großen Erzählungen der westlichen Moderne und die eigene Sammlungsgeschichte. Gezeigt werden künstlerische Praktiken, die außerhalb Europas und Nord-Amerikas im Austausch mit oder unabhängig von der sogenannten "klassischen Moderne" entstanden sind und von der traditionellen westlichen Kunstgeschichtsschreibung nur wenig berücksichtigt wurden.

Informationen zum Forschungsprojekt museum global

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