Bildung

Foto: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Internationale Klassen im Museum

Das Programm der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen für Internationale Klassen richtet sich an Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen. Viele der Jugendlichen, deren Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen, um am Unterricht für Regelklassen teilzunehmen, leben erst seit kurzer Zeit in Deutschland. In Gesprächen vor der Kunst und in der kreativen Praxis können sie sich selbstbestimmt und handlungsorientiert mit der Institution des Museums und ihren Inhalten vertraut machen.

Das Angebot ist Teil des Forschungsprojekts museum global, mit dem die Kunstsammlung auf die Auswirkungen der Globalisierung reagiert. Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Gesellschaft werden Methoden der Präsentation und Vermittlung der Klassischen Moderne untersucht. Entsprechend der Ausrichtung des Projekts soll das Programm nicht dazu dienen, den der Sammlung zugrundeliegenden westlichen Kanon zu vermitteln. Vielmehr werden ausschließlich Kunstwerke relevant, die die Jugendlichen selbst auswählen. Die Konzeption ist darauf angelegt, dass die Schüler eigene Stärken wahrnehmen, und orientiert sich an Leitfragen, die die Entwicklung der Persönlichkeit in den Mittelpunkt rücken. Ziel ist es unter anderem, die Interessen und Orientierungen der Schüler kennenzulernen sowie ihre Fragen und Anregungen in die Institution zu spiegeln. Ein wichtiges Instrument dabei bilden symbolische „Sprechblasen“, die die Jugendlichen mit Fragen und Kommentaren füllen. Sie werden in der Kunstsammlung gesammelt, diskutiert und ausgestellt, um sie als Stimmen des Museumspublikums sichtbar zu machen.

Das Programm umfasst zehn Workshops von 120 Minuten. Der erste Workshop findet in der Schule, alle weiteren neun Termine im Museum statt. In der Schule tauschen die Museumspädagogen und Schüler ihre Rollen: Die Jugendlichen agieren als ortskundige „Guides“ und geben einen Einblick in ihren schulischen Alltag. Das Programm schließt mit einem Termin im Museum ab, zu dem die Schüler eine Partnerklasse aus der eigenen Schule einladen und bei dem sie selbst die Aufgabe der Kunstvermittler übernehmen. Im Verlauf der zehn Workshops kommen unterschiedliche Methoden zur Anwendung von der Zeichnung und Malerei über die zwei- und dreidimensionale Collage und die Monotypie bis zur digitalen Mediengestaltung. Die künstlerische Praxis wird sowohl in Einzel- als auch in Gruppenarbeit umgesetzt, so dass die Schüler sich individuell entfalten können, aber auch untereinander abstimmen und in Teams kooperieren müssen.


 

Weitere Informationen

Das Programm wird in Kooperation mit dem Amt für soziale Sicherung und Integration, Kommunalstelle für Integration und Bildung (KIB) der Landeshauptstadt Düsseldorf angeboten. Das Angebot ist für die teilnehmenden Schulklassen kostenfrei. Es wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Projektleitung
Julia Hagenberg, Leiterin der Abteilung Bildung

Information
Besucherservice
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