Werkverzeichnis Günther Uecker

Im Atelier von Günther Uecker, Foto: Wilfried Meyer


Kontakt

Die Herausgeber bitten private Sammler/innen, Museen, Galerien und Auktionshäuser im Besitz von Werken von Günther Uecker, mit denen sie bisher noch nicht in Kontakt standen, ganz herzlich um Unterstützung und Kontaktaufnahme. Informationen zur Provenienz der Werke oder zu Fälschungen sind ebenfalls willkommen. Alle Informationen werden diskret und streng vertraulich behandelt.

Bitte per E-Mail an:

wvz.uecker(at)kunstsammlung.de

 

Gemeinsam mit dem Künstler erarbeitet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen das Werkverzeichnis von Günther Uecker.

Der 1930 in Wendorf (Mecklenburg) geborene und in Düsseldorf lebende Günther Uecker zählt zu den international bedeutendsten Nachkriegskünstlern. Sein Werk umfasst über 5.000 Arbeiten und beinhaltet Malerei, Skulptur, Aquarellzeichnung, Druckgrafik, Installation, Film, Aktionen und Bühnenbild sowie zahlreiche öffentliche Arbeiten. Das Werkverzeichnis soll nun erstmalig alle Arbeiten von Günther Uecker vereinen und seine künstlerische Entwicklung erläutern. Jedes einzelne Werk wird samt seiner Provenienz, Literatur- und Ausstellungsliste dokumentiert. Der Catalogue raisonné bietet die vollständige Übersicht über das umfangreiche Werk des Künstlers und ist die Grundlage für künftige Forschungen.

Günther Uecker begleitet seit 60 Jahren kulturelle, soziale und politische Ereignisse und Begebenheiten. Ab Mitte der 1950er Jahre entstehen erste Arbeiten, in denen entscheidende Themen angelegt sind, die sich später prozesshaft entfalten und das Gesamtwerk durchziehen: Struktur, Aufteilung des Raumes, Analyse von Licht und Schatten sowie auf die Umwelt bezogene Elemente. Nägel, Papier, Holz, Stoff, Stein, Sand, Erde und Asche zählen zu den wichtigen Materialien, mit denen Uecker tiefgreifende, durchaus auch politisch motivierte Arbeiten über den Menschen, seine Verletzbarkeit und seine Werte erarbeitet.

Auf weltweiten Reisen hat Uecker immer wieder neue Impulse aufgegriffen und in sein Werk einfließen lassen. Auch in der Auseinandersetzung mit Sprache und Schrift wird das Ergründen des menschlichen Handelns deutlich. In Gedichten, Manifesten und erläuternden Texten reflektiert der Künstler immer wieder seine Arbeiten und seine Sicht auf die Welt. Für das Werkverzeichnis sollen seine Arbeiten aus heutiger Perspektive kunsthistorisch erforscht und in einen transkulturellen Kontext gesetzt werden.

Das Werkverzeichnis erscheint Anfang 2019 und entsteht im Auftrag der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und der Kulturstiftung Franz-Dieter und Michaela Kaldewei, die die Finanzierung dieses wichtigen Forschungsprojekts übernommen hat.