Werkverzeichnis Günther Uecker

Im Atelier von Günther Uecker, Foto: Wilfried Meyer
 

Uecker-Werkverzeichnis entsteht jetzt in Dresden – Wechsel vom Rhein an die Elbe

Pressemitteilung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
vom 04.05.2018

Das Werkverzeichnis des Düsseldorfer Künstlers Günther Uecker (88) entsteht jetzt in Dresden: Zunächst in Düsseldorf an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen begonnen, wird das Forschungsprojekt nun in Kooperation mit dem Uecker Archiv in Düsseldorf an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) weitergeführt. Damit folgt das von der damaligen Kunstsammlungs-Direktorin Marion Ackermann in Düsseldorf gestartete Projekt der Museumschefin nach Dresden; Ackermann wechselte Ende 2016 als SKD-Direktorin vom Rhein an die Elbe.

Günther Uecker äußerte sich erfreut über die einvernehmlich gefundene Lösung, die von der Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung (Ahlen) finanzierte Erarbeitung des Werkverzeichnisses in Dresden fortzuführen. Angesiedelt ist das Forschungsprojekt nun am Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wo Uecker bisher mit mehr als 160 grafischen Arbeiten vertreten ist. Bis 2020 soll ein erstes Verzeichnis erscheinen, das zunächst den Hauptwerken Ueckers gewidmet ist.

Der 1930 in Wendorf (Mecklenburg) geborene und in Düsseldorf lebende Uecker zählt zu den international bedeutendsten Nachkriegskünstlern. Sein seit den 1950er Jahren entstandenes Werk umfasst über 5 000 Arbeiten und umfasst Malerei, Skulptur, Aquarellzeichnung, Druckgrafik, Installation, Film, Aktionen und Bühnenbild sowie zahlreiche öffentliche Arbeiten. Das Werkverzeichnis soll nun erstmalig alle Arbeiten von Günther Uecker vereinen und seine künstlerische Entwicklung erläutern. Jedes einzelne Werk wird samt seiner Provenienz, Literatur- und Ausstellungsliste dokumentiert.

Der Catalogue raisonné bietet nach Fertigstellung die vollständige Übersicht über das ebenso vielgestaltige wie umfangreiche Werk des Künstlers und ist Grundlage für künftige Forschungen. Günther Uecker begleitet seit 60 Jahren kulturelle, soziale und politische Ereignisse und Begebenheiten: Nägel, Papier, Holz, Stoff, Stein, Sand, Erde und Asche zählen zu den wichtigen Materialien, mit denen Uecker tiefgreifende, durchaus auch politisch motivierte Arbeiten über den Menschen, seine Verletzbarkeit und seine Werte erarbeitet.