Pressemitteilung: Julian Heynen verlässt Kunstsammlung NRW

Der Kunsthistoriker und langjährige Kurator der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Julian Heynen, verlässt Ende Juli die NRW-Landesgalerie. Er wird nach Erreichen des 65. Lebensjahres künftig freiberuflich als Kurator und Autor für zeitgenössische Kunst tätig sein. [...]

Nach seiner Zeit bei den Kunstmuseen Krefeld, insbesondere in den Häusern Lange und Esters, kam er 2001 als künstlerischer Leiter des K21 der Kunstsammlung NRW nach Düsseldorf, um dieses neue Museum für Gegenwartskunst aufzubauen. Der 1951 geborene Heynen war zwei Mal Kommissar des deutschen Pavillons bei der Kunst-Biennale in Venedig. Seit 2009 hat er von Berlin aus die Funktion eines künstlerischen Leiters für besondere Aufgaben der Kunstsammlung NRW wahrgenommen.

Heynen hat in den Anfängen von K21 für den Aufbau einer Sammlung zeitgenössischer Kunst erfolgreich mit ausgewählten privaten Sammlern zusammengearbeitet. So konnte die Sammlung Ackermans bereits zwei Jahre nach der Eröffnung des Museums vom Land NRW erworben werden. Neben den wechselnden Sammlungspräsentationen im Ständehaus, dem ehemaligen  Landtagsgebäude, hat er bis heute zahlreiche Ausstellungen für die Kunstsammlung kuratiert. Hierzu gehören Präsentationen von Katharina Fritsch, Daniel Richter, Rodney Graham, Miroslaw Balka, Thomas Schütte, Luc Tuymans, Darren Almond, Juan Muñoz, Gregor Schneider, Lawrence Weiner, Ayse Erkmen, Wilhelm Sasnal und Roman Ondák sowie die Übersichtsausstellung Auswertung der Flugdaten zur Kunst der 1980er Jahre. Unter seiner künstlerischen Leitung fanden außerdem Ausstellungen etwa von Martin Kippenberger, Eija Liisa Ahtila und Jorge Pardo statt.

Die von ihm kuratierte Überblicksausstellung der französischen Künstlerin Dominique Gonzalez-Foerster ist im K20 Grabbeplatz noch bis zum 7. August zu sehen. In der nächsten Zeit zeigt Julian Heynen zwei Ausstellungen des Künstlers Richard Deacon im Museum Folkwang in Essen sowie in Prag.