Pressemeldung:Kunstsammlung NRW schließt aus Protest

Aus Protest gegen eine Kundgebung rechtspopulistischer Gruppierungen genau vor dem Museum schließt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen am Samstagnachmittag (7.11.) die Türen. Kunstfreunde haben lediglich bis 15.00 Uhr die Gelegenheit [...]

Aus Protest gegen eine Kundgebung rechtspopulistischer Gruppierungen genau vor dem Museum schließt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen am Samstagnachmittag (7.11.) die Türen. Kunstfreunde haben lediglich bis 15.00 Uhr die Gelegenheit, die gerade erst eröffnete Ausstellung mit Werken der bedeutenden US-Künstlerin Agnes Martin zu sehen.“Wir wollen dem Aufmarsch rechter Gruppen, die sich ausgerechnet vor unserer Haustür gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in unserem Land stark machen,  keine Kulisse bieten. Fremdenhass und Kunst, das lässt sich nicht vereinbaren, das schließt sich sogar aus!“, erklären Marion Ackermann und Hagen Lippe-Weißenfeld als Direktoren der NRW-Landesgalerie: „Kunst und Kultur leben seit Jahrhunderten vom vorurteilsfreien Austausch über alle Grenzen hinweg. Das demonstrieren wir täglich in allen Museen mit unseren Ausstellungen internationaler Künstler.“

Zu der Demonstration, die sich gegen die weitere Aufnahme von Flüchtlingen im Land wendet, sowie zu einer Gegenkundgebung auf dem Grabbeplatz erwartet die Düsseldorfer Polizei bis in den frühen Abend rund 1 000 Teilnehmer. Mehrere hundert Polizisten werden im Einsatz sein. Die Kunstsammlung NRW zeigt während der Kundgebung auf Außen-Bildschirmen, die sonst auf das Ausstellungsprogramm hinweisen, in mehreren Sprachen den Schriftzug „Flüchtlinge willkommen“.