Im Umbau: "in orbit" im K21 wird 2017 wieder öffnen

Die riesige Netzkonstruktion "in orbit" des Künstlers Tomás Saraceno im K21 steht vor dem "Neustart": Der absolute Publikumsrenner, der nach drei Jahren unter der gewaltigen Glaskuppel des Museums abgebaut werden musste, wird in wenigen Monaten neu eröffnet. Voraussichtlich Ende Februar 2017 können mutige Kunstliebhaber wieder die Rauminstallation in schwindelnder Höhe besteigen.

Tomás Saraceno - in orbit, K21 Ständehaus, Photography by Studio Tomás Saraceno © 2013

Die riesige Netzkonstruktion in orbit des Künstlers Tomás Saraceno im K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen steht vor dem "Neustart": Der absolute Publikumsrenner, der nach drei Jahren unter der gewaltigen Glaskuppel des Museums abgebaut werden musste, wird in wenigen Monaten neu eröffnet. Voraussichtlich Ende Februar 2017 können mutige Kunstliebhaber wieder die  Rauminstallation in schwindelnder Höhe besteigen. Die komplette und äußerst aufwendige Wiederherstellung des ungewöhnlichen Kunstwerkes mit neuen Materialien ist planmäßig notwendig geworden, weil die Baugenehmigung für in orbit für drei Jahre beantragt worden war. Seit Sommer 2013 hatten nahezu 400 000 Besucher die Netzkonstruktion unter der Glaskuppel des Düsseldorfer Ständehauses betrachtet – und fast 150 000 mal auch mutig bestiegen.

Für seine bisher größte Arbeit hatte der Künstler Tomás Saraceno in 25 Metern Höhe unter der Museumskuppel insgesamt 2 500 Quadratmeter hochmoderner Sicherheitsnetze in drei Lagen ausgespannt. Dieses Netz und die schimmernden "Sphären", die als große PVC-Kugeln von mehreren Metern Durchmesser die drei Netzlagen auf Abstand gehalten hatten, waren nach jahrelanger Beanspruchung nun erneuerungsbedürftig.

"Die Kuppel im K21 künstlerisch zu bespielen, ist eine Herausforderung. Tomás Saraceno hat dies wirklich überzeugend gelöst", erklärte Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung NRW: "Das mittlerweile im In- wie Ausland bekannte Kunstwerk ist längst zu einem Markenzeichen unseres Museums geworden." Wegen der Verwendung verbesserter Materialien könne in orbit möglicherweise sogar in der neuen Version fünf Jahre lang für Kletterer geöffnet bleiben, sagte Ackermann: "Großer Dank geht an das Land Nordrhein-Westfalen, das kurzfristig die nicht unerheblichen Finanzmittel zur
Verfügung gestellt hat."

Das außergewöhnliche Werk hatte der 1973 in Argentinien geborene Künstler mit Ingenieuren, Architekten und Spinnen-Spezialisten geplant und realisiert. Die Mutigen, die die Installation betraten, nahmen aus luftiger Höhe die Museumsbesucher in der Tiefe wie eine winzige "Modellwelt" wahr. Von unten und vor dem Hintergrund der Glaskuppel erschienen die Menschen wie "Schwimmer" am Himmel. In einem von Saraceno im K21 eingerichteten und weiterhin geöffneten Künstlerraum weben lebende Spinnen ihre Netze: Die kleinen Tiere geben auf diese Weise einen Einblick in den  naturwissenschaftlichen Hintergrund der Arbeit des Künstlers.