Gursky, Andreas
*1955

1955 geboren in Leipzig
1977−1980 Studium an der Folkwangschule in Essen
1980−1987 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher als Meisterschüler
1988 erste Einzelausstellung in der Galerie Johnen + Schöttle, Köln
1989 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstler
1990 Teilnahme an der „44. Biennale“, Venedig
2001–2002 Einzelausstellung im Museum of Modern Art, New York; Centro de Arte Reina Sofía, Madrid; Centre Georges Pompidou, Paris; Museum of Contemporary Art, Chicago; San Francisco Museum of Modern Art; Teilnahme an der „25. Biennale“, São Paulo
2007 Einzelausstellung im Haus der Kunst, München
2008 Verleihung des Kaiserrings der Stadt Goslar
2008−2009 Retrospektive im Museum Haus Lange/Museum Haus Esters, Krefeld
2012−2013 Einzelausstellung in der Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf; National Art Center, Tokyo

Andreas Gursky lebt und arbeitet in Düsseldorf

May Day IV, 2000

Edition 1/6, C-Print
205 x 505 cm


Andreas Gursky ©Andreas Gursky/VG Bild-Kunst, Bonn 2020; Courtesy Sprüth/Magers Berlin, London

Die Werke von Andreas Gursky zeichnen sich durch eine detailreiche, teilweise stark abstrahierte visuelle Analyse der Alltagskultur und des Lebensumfeldes des Menschen aus. Die Bildmotive verweisen auf das große Interesse des Künstlers an der von populären Phänomenen geprägten Kultur und an den visuellen Erscheinungen des Konsums.

Von einem distanzierten Punkt aus aufgenommen, ähnlich einem objektiven Außenseiter, konzentriert er sich auf den Überblick und auf die dem Bild zugrunde liegenden Strukturen. Mithilfe digitaler Überarbeitung, bei der störende Details entfernt werden, streicht er die Bildstruktur heraus und verstärkt den Abstraktionsgrad der Komposition. Seine Bilder werden zu einer perfekten Simulation der Realität, deren vermeintliche Schönheit und Künstlichkeit unterstrichen wird. „May Day IV“ gehört zu einer Gruppe von Arbeiten, bei denen Gursky sich mit dem visuellen Erscheinungsbild von Massenevents wie einem Konzert des Popstars Madonna oder der Berliner „Loveparade“ auseinandersetzt. Dabei verwandelt er die aus den Medien bekannten Großveranstaltungen zu einem hybriden Artefakt aus realem Abbild und abstrakter Bildstruktur.