Araeen, Rasheed
*1935

OPUS HAX1, 2019

Acryl auf Leinwand
160 x 180 cm


© VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

In Rasheed Araeens Arbeit OPUS HAX1 bilden intensive Farben ein dynamisches Spiel. Je nachdem auf welchen Bereich man schaut, ergeben sich Dreiecke, Trapeze oder Vierecke. Dem im pakistanischen Karatschi geborenen Künstler geht es um Abstraktion und Geometrie – Begriffe, die das westliche Kunstverständnis prägen, jedoch genauso im islamischen Raum verwurzelt sind.

Rasheed Araeen wirft einen de-zentralisierten und großzügigen Blick auf die europäische Moderne und die Geschichte der Abstraktion. Seit 1964 in London lebend, ist er mit den Entwicklungen in Paris, New York oder London im 20. Jahrhundert genauso so vertraut wie mit den umayyadischen oder abbasidischen Kulturkreisen seit dem Mittelalter. Fast könnte man die geometrische Formensprache und Symmetrie als künstlerische Möglichkeit deuten, sich keiner kulturellen Referenz unterzuordnen zu wollen.