Arakawa, Ei
*1977

Performance People (May I Help You?, January 12, 1991, 10 AM, NY, NY), 2018

LED Streifen auf handgefärbtem Stoff, LED Transmitter, Stromversorgungen, SD Karte, Wandler
173 x 147 cm


Erworben 2018

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Ei Arakawa (*1977 in Japan) studierte von 2000 bis 2006 am Bard College, Annandale on Hudson und an der School of Visual Arts, New York, Kunst mit dem Schwerpunkt Video. Seit dem Abschluss seiner Ausbildung in den USA wurde er zahlreich mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. So war er beispielsweise im Jahr 2009 Stipendiat des DAAD Artist in Residence-Programms, Berlin, und 2014 erhielt er den Villa-Romana-Preis, Florenz. Ebenfalls nimmt Arakawa seit 2007 an viel beachteten internationalen Gruppenausstellungen teil, zuletzt etwa an der Berlin Biennale (2016) und an Skulptur Projekte Münster (2017).

Seine Werke sind inzwischen in einigen Museumssammlungen in Europa und in den USA vertreten, z.B. im Museum Ludwig, Köln, und im Museum of Modern Art, New York. Seit 2008 präsentiert er seine Arbeiten ebenfalls international in Einzelausstellungen; seine erste institutionelle Solo Show hat der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf im Jahr 2018 ausgerichtet.


In dieser Düsseldorfer Ausstellung waren auch die beiden von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erworbenen Werke, „Performance People (Eleventh Spectacle (The Erotic), September 13, 1978, 1 AM, New York, NY)“ und „Performance People (May I Help You?, January 12, 1991, 10 AM, NY, NY)“, zu sehen. Beide im Jahr 2018 entstandenen Arbeiten gehören zu Arakawas Werkgruppe der „Performance People”. Die in den Werktiteln in Klammern genannten Angaben verweisen auf Performances anderer Künstlerinnen und Künstler. Angegeben werden die Titel dieser Performances sowie Datum und Ort ihrer Erstaufführung, ihrer Geburt. Arakawa erarbeitet aus diesen individuellen Angaben zu jeder Performance eine astrologische Lichtinstallation; er erstellt und visualisiert das jeweilige, spezifische Horoskop. Dadurch personifizieren die blinkenden Installationen die Performances, richten den Fokus auf die Werke statt auf die Autorinnen oder Autoren – in diesen beiden Fällen Stuart Sherman und Andrea Fraser – und Verdinglichen gleichsam diese ephemere Kunstform. Beide Aspekte regen zum Nachdenken über die wesentlichen Merkmale von Performance-Kunst, über die Möglichkeiten ihrer Präsentation, ihrer Konservierung und ihrer Institutionalisierung an.

Performance People (Eleventh Spectacle (The Erotic), September 13, 1978, 1 AM, New York, NY), 2018

LED Streifen auf handgefärbtem Stoff, LED Transmitter, Stromversorgungen, SD Karte, Wandler
173 x 147,5 cm


Erworben 2018

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf