Bacher, Lutz

Untitled, 2018




Erworben 2019

Installationsansicht, Foto: Achim Kukulies

Mit der Ausstellung „What’s Love Got to Do With It“ präsentierte die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in der Bel Etage des K21 2018/2019 eine Einzelausstellung der US-amerikanischen Künstlerin Lutz Bacher (19??-2019), die die Medialisierung des gesellschaftlichen und politischen Alltags, Identitätsfragen sowie die Auseinandersetzung mit Macht und Gewalt ins Zentrum stellte. Bacher verbarg ihre Identität seit Beginn ihrer Laufbahn hinter einem männlichen Pseudonym. Sie wurde lange Zeit vor allem innerhalb der Kunstszene als wichtige Akteurin gefeiert und findet seit den 2010er Jahren zunehmend Beachtung.

Die Arbeit „Untitled“ (2017), eine vergrößerte und manipulierte Version der Signatur des US-Präsidenten Donald Trump, bildete den Hintergrund der repetitiven räumlichen Anordnung. Mit der Arbeit stellt Bacher etablierte Kategorien wie Original, Autorschaft und den Werkbegriff sowie die Bedeutung und Funktion von Bildern und Sprache infrage.

Cyclops, 27 March 2017, 27. März 2017




Erworben 2019

Installationsansicht, Foto: Achim Kukulies

Seit den 1970er Jahren arbeitete Lutz Bacher, die lange in Kalifornien und anschließend in New York lebte, in ihren Werken mit gefundenen Objekten sowie mit Text- und Bildmaterial der Populärkultur. Durch Neuordnungen, Fragmentierungen und Techniken der Entfremdung destabilisiert sie die Erscheinung und Wirkung ihres Materials, erzeugt Brüche und ermöglicht neue Konstellationen.

Ein Beispiel für Bachers andauerndes Interesse an den unklaren Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem ist „Cyclops“ (2017), eine Anordnung von 26 Überwachungsspiegeln, die auf die Allgegenwart moderner Macht- und Disziplinierungstechniken verweist. Immer wieder ist die Künstlerin bestrebt, durch Verweise auf das Erhabene und das Alltägliche, produktive Spannungen zu erzeugen.