Höfer, Candida
*1944

1944 geboren in Eberswalde
1973–1976 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf
1976–1982 Studium der Fotografie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher
1997–2000 Professur für Fotografie in Karlsruhe
2007 Kunstpreis Finkenwerder für ihr Lebenswerk

Candida Höfer lebt und arbeitet in Köln

Spiegel-Kantine Hamburg II, 2000

Edition 4/6 + 3 AP, C-Print
120 x 120 cm


©Candida Höfer, VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Walter Klein, Düsseldorf

Sachliche Aufnahmen von meist menschenleeren Innenräumen stellen das durchgängige Thema der Kölner Künstlerin dar, die zu den ersten Absolventen einer Klasse gehört, die an der Düsseldorfer Akademie von Bernd Becher geführt wurde.

Candida Höfers Fotografien bestechen durch die Klarheit des Bildaufbaus, durch eine geradezu klassisch wirkende Einfachheit und Schlichtheit. Tatsächlich möchte die Künstlerin mit ihren Fotografien etwas zeigen, was „eigentlich nicht modern ist, etwas, das eine Langlebigkeit hat“. Das gelingt sogar mit dem Motiv eines spektakulären, in Op-Art-Manier gemusterten Raumes. Die Mitarbeiterkantine des „Spiegel“-Verlagshauses in Hamburg wurde 1969 nach Entwürfen des dänischen Designers Verner Panton gestaltet. Höfers Fotografie zeigt den farbig dekorierten Raum nach der aufwendigen Restaurierung im Jahr 1998 als Designklassiker, der ein kulturelles Kapitel der alten Bundesrepublik repräsentiert.

Schmelahaus Düsseldorf I, 2011

C-Print, Edition 4/6 + 3 AP
180 x 226,3 cm


Schenkung der Künstlerin 2017

Schenkung der Künstlerin an die Gesellschaft der Freunde im Jahr 2017 © Candida Höfer © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Sachlich und präzise fotografiert Candida Höfer meist menschenleere Innenräume kulturell geprägter Orte wie Bibliotheken, Museen, Schlösser, Konzertsäle, Theater oder Kirchen. Hier richtet sie den Blick in den großen, leeren Ausstellungsraum des 1971 in Düsseldorf eröffneten Galeriehauses von Alfred Schmela, wo viele Jahre Kunstgeschichte geschrieben wurde. Das Bild besticht durch die Klarheit seines Aufbaus, durch eine geradezu klassisch wirkende Einfachheit und Schlichtheit. Mit ihren Fotografien zeigt die Künstlerin etwas, was „eigentlich nicht modern ist, etwas, das eine Langlebigkeit hat“ (Candida Höfer, 2001). Dieser C-Print wurde 2017 den Freunden von der Künstlerin geschenkt.

With great objectivity and precision, Candida Höfer photographs for the most part deserted interiors of cultural sites such as libraries, museums, palaces, concert halls, theaters, and churches. Here, she provides a view into the large, empty exhibition space of Alfred Schmela’s gallery building, which he opened in Düsseldorf in 1971 and where art history had been written for many years. The image captivates though the clarity of its structure, as well as through an almost classical simplicity and sobriety. With her photographs, the artist presents something that is “actually not modern, something that exudes a sense of longevity” (Candida Höfer, 2001). The artist gifted this C-print to the Friends in 2017.