Herrera, Carmen
*1915

Alpes, 2015

Acryl auf Leinwand, 2-teilig
304,8 x 182,8 cm


©Carmen Herrera, 2020, Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

Die kubanisch-amerikanische Künstlerin Carmen Herrera ist eine der Pionierinnen der geometrischen Abstraktion in Amerika. Ihre klar komponierten Farbflächenbilder repräsentieren einen unverkennbaren, auf Reduktion basierenden Stil.

Die 1915 in Havanna geborene Künstlerin gehört dabei zu den meist übersehenen Malerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts. Obwohl ihre Arbeiten zur Zeit ihrer Entstehung in Paris und New York ausgestellt wurden, erhielten sie ungleich weniger Aufmerksamkeit als Werke von männlichen Künstlern wie Barnett Newman, Ellsworth Kelly oder Frank Stella. Die Objekthaftigkeit ihrer Werke verrät die architektonische Ausbildung der Künstlerin. „Ich würde nicht so malen, wie ich es tue, wenn ich nicht Architektur studiert hätte. Dort lernte ich, abstrakt zu denken und wie ein Architekt zu zeichnen“, erklärt Herrera. Diese Neigung ist auch in der Arbeit „Alpes“ erkennbar, die sich aus zwei bis auf die Einfassungen bemalten Leinwänden zusammensetzt.